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 Eingangsbereich

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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mi 26 Nov - 22:30

cf: Gänge des Krankenhauses

Mit leisen Schritten, die auf dem Boden trotzdem widerhallen, kommt unsere kleine Gruppe langsam in der Rezeptionsahalle an. Da uns hier erst einmal nichts mehr aufhält, außer dass ich irgendwann auf jeden Fall noch mal in den Keller will und hoffe, dass er bis dahin nicht geplündert worden ist, gehen wir gleich weiter nach draußen. Vielleicht haben wir Glück und der Regen hat sich etwas gelichtet. Sonst wäre eine Stadtführung nämlich nicht so schön, selbst wenn es gar keine richtige Rundtour werden sollte. Was es auch sein wird, mit Sonnenschein ist alles einfach schöner.

tbc: Straßen der Stadt
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Kaze*
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Alter : 24
Ort : St. Oblivio Hospital

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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 27 Nov - 23:21

cf: Gänge des Krankenhauses

Rayenne scheint es ziemlich eilig zu haben wieder nach
draußen zu kommen, aber sie schien mir schon bei
unserem kennenlernen etwas naturverbundener als ich.
Kaum ist sie in der Eingangshalle angekommen läuft sie
auch schon nach draußen auf die Straße. Ich zögere jedoch
noch etwas, da ich durch die Scheiben der Eingangshalle
erkennen kann, dass das Wetter nicht besonders schön
zu sein scheint. Kurz sehe ich hinter mir nach Elyas bevor
ich durch die große Tür nach draußen gehe.

gt: Straßen der Stadt

-

Nachrichten zu meinen Charas bitte nur an mich hin senden, danke.

Dimont: Kaze*, Nicolas*, Elyas*, Marvin*, Godric* und Harry*
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Charakter der Figur
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 27 Nov - 23:42

cf: Gänge des Krankenhauses

Noch ehe ich eine Chance habe den Eingangsbereich
zu erreichen, ist Rayenne schon raus gegangen und
Kaze sieht sich nur kurz nach mir um, ehe er auch
draußen verschwindet. Das er mich ansieht lässt
mein Herz hüpfen und ich muss mich beherrschen,
damit ich es nicht zu offen zeigen und ihn wieder
erschrecke. Es war ja vorhin mehr als offensichtlich,
dass es nicht richtig war. So folge ich ihm langsam
nach draußen.

gt: Straßen der Stadt

-
Dimont: Kaze*, Nicolas*, Frederic* und Godric*

Nachrichten bitte nur hier hin senden, danke.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 18 Dez - 20:26

cf: Strassen der Stadt

Wir betreten gemeinsam das Krankenhaus,
es wirkt alles ruhig, die Frau die mich behandelt hat, und ihr Freund im Rollstuhl kann ich
nirgendwo endecken.
Ganz leise hole ich Hailey aus ihren Buggy und nehme sie auf dem Arm,
sie guckt ganz erstaunt und zeigt mit den Fingern überall hin.
Dann wende ich mich an Faye.
"Das Zimmer in dem ich geschlafen habe ist oben, dort sind zwei Betten, entweder du schläfst gemeinsam mit Hailey in einem Bett, oder jedoch du schläfst in meinen Bett, aber da kann ich dann für nichts garantieren" sage ich schelmisch und grinse,
so war ich früher auch schon....
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 18 Dez - 20:41

cf: Strassen der Stadt

Ich komme mit ihm ins Hospital. Neugierig schaue ich
mich um. Lächelnd beobachte ich wie er sich um Hailey
kümmert. Ein Kind steht dir meine ich zu ihm und trete
an ihn dicht heran. Ich bin dafür, das das Kind früh lernt,
alleine zu schlafen
meine ich ebenfalls grinsend zu ihm
und küsse ihn. Anschließend umarme ich meine Familie,
was mich mehr als glücklich macht. Ich freu mich jetzt
schon wie ein kleinkind auf die gemeinsamen Stunden
in einem Bett.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 18 Dez - 21:33

Ich grinse und beisse mir auf die Unterlippe,
denn ich wusste genau das Faye sich für die Variante mit uns Beiden entscheidet.
Ich spüre wie mein ganzer Körper zu beben beginnt,
das Verlangen das ich nach ihr habe, ist kaum zu stoppen,
nicht weil es einfach so lange her ist, sondern auch
weil ich mich nach ihrem Körper gesehnt habe,
denn nur sie bringt mich zum beben.
"Dann lass uns nach Oben gehen, wir müssen mit dem Fahrstuhl fahren"
und dann gehe ich gemeinsam mit meiner Tochter und meiner Freundin,
in den Fahrstuhl, als er sich in Bewegung setzt, staunt Hailey nicht schlecht,
und macht grosse Augen, als wir oben ankommen bewegen wir uns in das Zimmer

tbc: Zimmer 206
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 18 Dez - 21:40

Uh ein Fahrstuhl wie nobel meine ich grinsend.
owas haben wir im Museum nicht. Schau mal
Hailey, jetzt lernst du was neues kennen
meine
ich zu meiner Tochter und folge Roman dann in
den Fahrstuhl. Ich stelle mich dicht neben ihn
und kuschel mich an ihn.

tbc: Zimmer 206
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 6 Jan - 14:37

cf: Gänge des Krankenhauses

Ich stehe nun mit Faye und Hailey unten im Eingangsbereich.
Mein Magen knurrt nun auch sehr stark.
Ich sehe Faye an
"Was meinst du, wollen wir erstmal die verschiedenen Zimmer hier unten abklappern?" frage ich sie dann ...
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 12 Jan - 21:03

cf: Gänge des Krankenhauses

Wir sind im Eingang und ich schaue mich um. Bei
Roman´s Idee nicke ich zur Bestätigung. Ja die
Idee ist gut
sage ich und bücke mich zu Hailey
runter. Schatz, öffne jede Tür. UNd wenn du
was findest darfst du es behalten
sage ich
wieder einmal zu ihr und schon saust sie los.
Ich setze mich ebenfalls in Bewegung und öffne
die erste Tür. Aber hier scheint nichts zu sein.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 13 Jan - 12:28

Ich nicke, und gemeinsam beginnen wir damit,
in die verschiedenen Räume zu blicken und sie zu durchsuchen.
Ich werde in einem Krankenzimmer fündig, unter einem Bett, hat
jemand wohl als kleines Versteck ein Korb voller Schokolade versteckt.
Wenigstens etwas, denke ich.
Wir schauen weiter, Faye findet noch zwei Packungen Reis Waffeln,
dann kommt Hailey plötzlich freudig und aufgeregt angelaufen.
"Hier Mummy, Daddy, Essen" sagt sie und hält uns eine Packung Toast und ein Marmeladen Glas hin,
ich mache grosse Augen und streichel ihr dann über den Kopf.
"Das hast du ganz toll gemacht" lobe ich meine kleine Tochter...
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 13 Jan - 15:12

Jeder von uns wird tatsächlich fündig. Na das sieht
doch super aus. Essen für 2 Tage gesichert meine
ich zu beiden und gebe meiner Tochter einen Kuss
auf die Stirn. Und Roman bekommt einen auf den
Mund. Wir sollten die Sachen gut in deinem Zimemr
verstecken
meine ich zu ihm. Wobei ich hoffe das wir
nicht lange hier bleiben und uns bald was anderes
suchen. Aber erst einmal ist das Essen für heute
und für morgen gesichert.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 13 Jan - 17:05

Ich erwidere den Kuss, und bin schon wieder ziemlich
scharf auf meine Freundin, doch Hailey ist ja da,
ich muss mich wohl erstmal an den Gedanken gewöhnen,
das meine Tochter nun fast immer da sein wird,
und man nicht mehr so viel Privatsphäre hat.
"Ja da hast du Recht, lass uns nach oben gehen, und erstmal was essen" sage ich dann
zu Faye....
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 13 Jan - 19:31

Ich sehe den Blick von Roman und erwiedere ihn.
Ich sehe an seinem Blick was er gerne würde. Aber
nicht nur er. Ich trete dichter an ihn heran. Wir
sollten hier weg und uns eine Wohung suchen.
Damit sie ein eigenes Zimmer bekommt und wir
beide ungestört sein können
meine ich lächelnd
zu ihm und küsse ihn. Zusammen gehen wir zum
Zimmer. Damit wir was essen können und das was
wir nicht sofort essen, verstecken können. Die
beiden anderen will ich nicht informieren. Die Frau
war komisch. Und ich will nicht das sie in Hailey´s
Nähe kommt.

tbc: Zimmer 205
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 15 Jan - 11:22

Ich grinse zufrieden.
Faye weiss noch immer was in meinen Kopf vor geht.
Ich nicke, und überlege ob wir zu diesem Tribe hin gehen wo
auch Jordan und Patsy sind. Aber das muss Faye auch mit entscheiden,
schliesslich will sie ja auch das es Hailey sicher hat.
Gemeinsam gehen wir wieder nach Oben in unser Zimmer,
denn langsam macht sich auf mein Magen bemerkbar,
und es ist schon Abends wie man durch die Fenster erkennen kann..

tbc: Zimmer 205
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 16 Jun - 21:40

cf: Straßen der Stadt

Langsam nährt  sich das Krankenhaus. Und je näher Max dem Krankenhaus kam um so kleiner fühlte er sich. Er hatte schon  längst vergessen wie es wirklich war in einer großen Stadt zu sein und nicht auf dem Land. Er erinnerte  sich daran zurück wie es war hier als kleines Kind mit seinen Eltern durch die Straßen zu fahren. Sie hatten sein Großvater in diesem Krankenhaus besucht,vor Ewigkeiten.
Der Geruch nach Sterilisationsmittel  und Gummi schlich selbst jetzt  noch in seine Nase beim  bloßen Anblick des Hauses. Obwohl er sich hier in der Innenstadt befand hatte er noch nicht eine Menschenseele gesehen. Als wäre die Stadt tot, eine Geisterstadt.
Sein logischer Verstand hatte ihm  gesagt, dass wenn irgendwo Menschen waren dann hier. Und eine Gebäude wie das Krankenhaus schein gerade zu  optimal um es als Basis zu nutzen.
Langsam schritt Max in die Eingangshalle. Es herrschte eine unheimliche Ruhe im Ganzen Gebäude. Vor seinem Inneren Augen sah er Ärzte und Krankenschwester durch die  Gänge  huschen, Familie die ihre Kranken besuchten.
Jetzt herrschte nur Chaos,so wie überall.
"F*ck!",fluchte er leise und sah sich weiter vorsichtig um. Es konnte immer hin sein, dass sich hier doch ein Tribe niedergelassen hatte, der einfach sehr lange schleif. Er  presste die Lippen zusammen und sog  die Luft  noch einmal ein.

//Los Max..kneif nicht ! Ist nur ein leeres Krankenhaus..du hast schon deutlich schlimmeres gesehen und erlebt!//,baute er sich selbst auf und wagte es um die Ecke in den Gang des rechten Flügels zu schauen. //Nichts..nur Müll..//, stellte er  fest und atmete entspannt aus. Wo vorher Leben gerettet worden waren lebten jetzt nur noch Ratten und andere Tiere wie es schien. Ab einen gewissen Punkt waren alle machtlos gewesen,vor allem die Medizin. Die Erwachsen starben einfach ohne, dass irgendein Arzt  oder Krankenschwester etwas  hätte  tun  können. Diese haus hatte seien einzige Bedeutung verloren und es war vermutlich völlig  leer geplündert. Das war wahrscheinlich auch der Grund warum wirklich niemand mehr hier war.

Langsam schritt er um den Empfangsbereich und stellte sich hinter die Theke. Dokument lagen verteilt auf dem Boden rum, die Schubladen waren auf gerissen und das Telefon aus der Halterung gerissen.
Hier hatte jemand  ganze Arbeit geleistet. Es sah weniger danach aus  als  hätte jemand den Schalter  durchsucht viel mehr so als  hätte jemand  hier seien Wut  aus gelassen.
"Hmpf..", brummte Max unzufrieden  und begann damit sorgsam die Schubladen zu durch wühlen.
//Papier..Kugelschreiber..Büroklammern...bis auf den Stift nichts was man brauchen kann...//,dachte er  bei sich und  ging in die Hocke. Vorsicht räumte er  die Papier vom Boden unter der Theke weg und bekam ein breites grinsen.

//Mein Glückstag!//,schoss es ihm durch den Kopf als er ein Päckchen Zigaretten, hinten an der Rückwand der Theke entdeckte. Er streckte sich und  fischte das Päckchen mit  den Fingern.Es fühlte sich  nicht leer an als er es anhob, vielleicht hatte er wirklich glück. Mit einem kleinen Auflachen richte er sich  triumphierend auf und schaute in das innere der Packung. // 8 Kippen und sogar  noch rauchbar..wenn das nicht mal was ist!//. Schnell verstaute er sie in seine Jackentasche. Irgendwie hatte er sich das alles anders vorgestellt. bei einer riesen Stadt wie Auckland müsste es doch eigentlich vor Menschen und Tribes nur so wimmeln,aber auf den ganzen Weg zum Krankenhaus hatte es nicht ein Anzeichen dafür gegeben das hier jemand lebte.
Es war für ihn ein unerträglicher Gedanke allein in einer verlassend Stadt  zu sein. //Vielleicht leben sie ehr dort wo es essen gab oder wo man welches Anbauen kann..//, sannt er vor sich hin und  fläzte  sich auf den leicht demolierten Bürostuhl.
Es gab eine menge Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt und Parks die man sicher auch umfunktionieren  konnte zu  Ackern. Und dann war  da noch die riesige Mall, in der man  sicher gut leben  konnte.Er war sich jedoch nicht sicher ob er auch dieses mal seinem Gefühl trauen sollte.
Immer hin hatte es  ihn zu diesem Gott verlassen Ort getrieben.

//Vielleicht sollte ich mir doch erste mal  das Krankenhaus genauer ansehen ,ehe ich weiter zeihe..vielleicht gibt es hier was brauchbares..//
Damit schon er die Entscheidungsfindung auf wo er als nächstes hingehen sollte,sondern  begann damit das Erdgeschoss so leise  und vorsichtig  wie möglich zu durch suchen.
tbc: Keller
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mi 17 Jun - 21:18

cf: Straßen der Stadt

Was? Wo bin ich denn nun gelandet? Das ist doch keineswegs die Mall. Ich blicke mich um und schiebe meine Sonnenbrille in die Stirn. Das Gebäude vor mir könnte das Krankenhaus sein oder so. Es sieht jedenfalls wie eins aus. Ob die Mall in der Nähe ist? Der Platz vor dem Gebäude ist leer. Na ja wenigstens keine nervigen Kinder. Ich sollte mich vielleicht mal drinnen umsehen. Ich betrete die große Eingangshalle. Verwüstet. Wie sollte es anders sein? Diese Art von Menschen kann einfach keine Ordnung halten. Ich schüttle mit dem Kopf und gehe weiter Richtung Theke. Überall liegt Papier auf dem Boden verstreut. Es sieht schlimm aus. Ich vermisse jetzt schon unser aufgeräumtes Hauptquartier. Ich hasse Unordnung einfach. Ob hier jemand lebt? Selbst in diesem Dreck könnte sich jemand wohlfühlen. Schließlich gibt es genug seltsame Menschen in dieser Rattenstadt. Ich horche in die Stille hinein. Mir war als hätte ich etwas gehört.  Vielleicht eine Ratte. Eine große Ratte dann aber. Oder doch nicht? Ich bin mir nicht sicher. Ich gehe um die Theke herum. Dort liegt ein altes Telefon am Boden. Jemand muss es aus der Wand gerissen haben. Auch hier hinter der Theke liegt überall Papier. Da wieder. Ich habe es mir also nicht eingebildet. Da ist ein Geräusch. Ganz sicher. Nur ganz dumpf und leise. Als würde jemand… Ja, als würde jemand mit einem festen Gestand auf etwas einschlagen. Aber was? Das Geräusch scheint von irgendwo, im unteren Bereich zu kommen. Also bin ich schon mal nicht allein hier drin. Angst habe ich zwar keine aber ich frage mich schon, was derjenige dort unten veranstaltet. Ob ich mal nachschauen sollte? Nein, gehört nicht zu meinem Auftrag. Und die blöde Mall muss ich auch noch finden. Blake wird ganz und gar nicht begeistert sein, das ich solange brauche, um ein kleines Kaufhaus zu finden. Ich bin ein solcher Trottel. Und das Mädchen von eben geht mir auch nicht aus dem Kopf heraus. Wer was das nur? Mir war als würde ich sie kennen oder hätte sie schon mal gesehen. Aber wo? Ihr Blick sprach Bände. Ich setze mich auf den Tresen und fege das Papier, welches dort noch liegt auf den Boden. Meinen Rucksack lege ich neben mich und packe mein Sandwich aus. Das ich einen solchen Hunger habe, war mir bisher nicht bewusst. Unsere Sklaven haben mich glücklicherweise mit dem Nötigsten versorgt, sodass ich mir keine Gedanken machen muss, wie ich die nächsten Tage an Nahrung komme. Es hat halt viele Vorteile ein Sklavenjäger zu sein. Bei diesem Gedanken muss ich grinsen. Immerhin war ich bis vor kurzem selbst noch ein Sklave. Bin ich froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Es ist viel angenehmer auf der anderen Seite der Machtverhältnisse zu stehen. Und wieder habe ich dieses Straßenmädchen vor meinem geistigen Auge. Nicht mal in Ruhe frühstücken kann man. Wer ist sie nur? Und wer immer dort unten so hämmert. Er fängt an mir auf die Nerven zu gehen. Ich trinke einen Schluck aus meiner Wasserflasche, schnappe mir meinen Rucksack und springe vom Tresen. Ich lande auf meinen Füßen. Ich horche jetzt genauer, wo das Geräusch herkommt.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Do 18 Jun - 20:54

cf:Keller.

Der Rucksack war nun deutlich schwer als zu vor. Er war jedoch noch gut tragbar und durch die Kleidung die er zwischen sie Flaschen gelegt hatte klimperte es auch nicht all zu laut. Er stieg die Stufen hoch und hatte immer noch ein zufriedend Lächeln auf den Lippen, heute konnte ihm keiner die Laune verderben. Langsam wurde es wieder heller und wärmer. Der kalte, fast Stockdunkle Keller war wirklich kein schöner Ort gewesen und Max war froh wieder oben zu sein.
Es stand ganz klar fest, dass er nicht da untern wohnen würde.
Er spürte,je länger er hier in der Stadt war,dass es ihm auf dem land besser gefallen hatte. Es stank nicht so und es war irgendwie zivilisierter,sauber. Selbst wenn die Asen so altertümlich lebten und sehr raue Sitten hatten. Vielleicht fand er, wenn er Maria wieder an seiner Seite hatte,einen Tribe der friedlich auf dem Land lebte.
Am besten weit weg von Auckland
Mit selbstsicheren Schritt betrat er die Eingangshalle und sah sich einem andren jungen Mann gegenüber.
//Okay..Mr. Cool McCool..//,schoss es ihm durch den Kopf als er den Fremden musterte. Der andere Junge hatte keine wirklich positive Ausstrahlung,aber die hatte er ja in der Regel auch nicht.
Ohne furcht trat er noch ein paar schritte auf an den Anderen zu.
" Morgen..wohn'ste hier?",begrüsste er ihn und ließ seien Blick einmal von seien Schuhen bis hoch zu Haarspitzen. Er war etwas größer als er selbst, hatte braune Haare und trug wie er eine Lederjacke. An sich sah er nicht so verboten aus wie so mach Andere,aber seine Ausstrahlung war nicht ätzend. Er wirkt arrogant und sehr von sich selbst überzeugt.
// Was hat Try immer gesagt? Ach ja...! Lass die Leute wenigsten zu Wort kommen bevor du sie verurteilst..//
Nun gut, er wollte dem Typen ne Chance geben, vielleicht sah er nur so sche*ße unfreundlich aus,war aber nett.
" Pass auf..ich verzieh mich in den rechten Flügel, du kannst meinetwegen den Linken haben so lange du mir nicht auf den Sack gehst..",sprach er weiter.
// Vielleicht wohnt der Typ hier und ich stell Besitzansprüche...Ich und meine Klappe. Na ja, vielleicht klär er das ja gleich auf..//
Max beheilt den braun Haarigen sehr genau im Augen,man konnte immer hin nie wissen auf was für Ideen die Menschen heut zu Tage kamen. Genau deswegen war er auch sehr froh drüber eine ziemlich gute Rechte zu haben und einen sehr scharfen Dolch.
Nicht das er vorhatte sich jetzt mit dem Fremden zu prügeln,aber er würde sich definitiv nicht sein hart Erbeutest ab nehmen. So weit kam es noch!
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 19 Jun - 17:20

Ich sollte mich hier nicht länger aufhalten. Ich habe schon genug Zeit verschwendet. Sich noch länger in diesem Dreck hier aufzuhalten, macht keinen Sinn. Blake will sicher bald einen Zwischenbericht haben und wissen wollen, ob ich die Mall endlich gefunden habe oder wie ich vorankomme. Was sage ich ihm dann, wenn ich immer noch in diesem schäbigen, verlassenen Krankenhaus rumhänge?
Vielleicht sollte ich auch wieder auf die Straße gehen und nachsehen, ob ich das Mädchen von vorhin noch mal wiedersehe. Das Hämmern hat wieder eingesetzt. Was macht der Idiot da unten? Das Mädchen erschien mir sehr seltsam. Wie sie mich angesehen hat. Ich meine, ich weiß dass ich ein heißer Typ bin usw. aber ich muss nicht von irgendeiner Frau, auf der Straße, mit ihren Blicken ausziehen lassen. Dafür habe ich einfach keine Zeit. Die Hübscheste war sie ja auch nicht gerade. Eher nullachtfünfzehn. Wie die beiden Frauen bei meinem gegenwärtigen Tribe. Zora und Hope. Hope ist eher die graue Maus, also nix für mich, selbst wenn sie nicht vergeben wäre. Na gut, als hässlich kann man sie jetzt auch nicht bezeichnen aber na ja. Zora, dagegen hat schon klasse. Sie ist echt heiß aber lässt leider nicht jeden ran. Versucht habe ich es natürlich trotzdem aber sie hat mich abblitzen lassen. Sie hat es eher auf Männer in richtig wichtigen Positionen abgesehen, sowie unseren Commander. Na ja egal. Ich brauche eine hübsche Frau mit Klasse, wie meine Patsy, vielleicht sehe ich sie ja irgendwann wieder. Hoffentlich. Ich sollte das Straßenmädchen einfach vergessen. Sie sah sowieso eher verwirrt aus. Komische Leute gibt es. Ich muss mich auf meinen Auftrag fokussieren und mich nicht mehr von irgendwelchen Weibern ablenken lassen.
Das Klopfen hat auch endlich aufgehört. Was dieses Geräusch verursacht hat, würde mich trotzdem interessieren, nur um ihm oder ihr zu sagen, dass er oder sie nervt. Wie soll man bei dem Krach seine nächsten Schritte planen? Ich wende mich schon halb zum Gehen, da höre ich Schritte auf einer der Treppen. Ich verharre in derselben Position,  bis sich die Person zeigt, zu der die Schrittgeräusche gehören. Es ist ein junger Mann. So einer dürfte bei uns nicht mal in der Küche, die Teller abspülen, geht es mir im Kopf herum.  Anstatt einfach seine Klappe zu halten und sich wieder zu verziehen, quatscht er mich auch noch blöd an und fragt, ob ich hier wohnen würde. Er tritt sehr selbstsicher auf. Er hat also schon mal keine Angst, dass gefällt mir hingegen gar nicht. Aber mein überheblicher Blick scheint ihm nicht zu gefallen, so blöd wie dreinschaut. Als ebenbürtig schätze ich ihn schon mal nicht ein, so viel steht fest. Ich grinse höhnisch, nehme meine Sonnenbrille von der Stirn und klemme sie in den Ausschnitt meines Shirts. „In diesem Dreck hier soll ich leben? Nicht dein Ernst.“ Ich breite meine Arme, nach links und rechts aus und zeige um mich, welchen Dreck ich meine. Kann er sich nich einfach wieder in sein Loch, aus dem er gekrochen ist, verziehen? Muss ich mir das dämliche Gequatsche wirklich noch länger anhören?
Er sagt, ich solle in den linken Flügel gehen, damit ich ihm nicht auf den Sack gehe. Spinnt der Typ? „Gut gemeinter Rat, es ist gesünder für dich, wenn du mir nicht auf den Sack gehst, kapiert?“ Ich blicke finster drein. Meine Augen sind zu Schlitzen verengt. „Hast wohl lange keine mehr aufs Maul bekommen oder quatschst du Fremde immer so blöd von der Seite an? Ich und nur ich entscheide, wo ich hingehe und nicht irgendwelche dahergelaufenen Hinterwäldler.“ füge ich arrogant grinsend hinzu. „Aber an so einem wie dir würde ich mir nicht die Finger schmutzig machen. Brauchst also keine Angst zu haben.“ Weichei, füge ich in Gedanken hinzu. Was soll das hier werden? Ein Zwergenaufstand? Immerhin ist er ein ganzes Stück kleiner als ich. „Ich weiß ja nicht aus welchem Streichelzoo sie dich freigelassen haben aber besser du gehst weiter deines Weges. Ich habe keinen Bock und vor allem keine Zeit mir dein dummes Gequatsche noch länger reinzuziehen. Also verzieh dich in deinen linken oder rechten Flügel, is mir vollkommen egal. Nur verzieh dich endlich.“ Ich wende mich ab und setze mich wieder auf den Tresen. „Sag bloß du lebst hier?“ sage ich weil er sich einfach nicht verpissen will. Passen würde es ja.

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Zuletzt von Milo* am So 21 Jun - 12:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 20 Jun - 20:33

//Okay...doch ein A*schl*ch!//, schoss es Max durch den Kopf ,nach dem der Fremde seien Mund geöffnet hatte und die ersten Worte zu ihm gesprochen hatte.  Er wirkt noch eingebildeter und aufgeblasener als  der erste Eindruck vermitteltet hatte. So cool wie er seine Sonnenbrille von der Stirn  nahm und in sein lächerlichen T-Shirtausschnitt steckte. Max fing an zu grinsen und musste sich zusammen reißen den anderen Typen nicht aus zu lachen.
//Man, der hält sich echt für den Oberstecher..wie peinlich...der geleckte Milchbubie..//
Der andere Kerl hatte demonstrativ die Arme ausgesteckt, nach dem er ihn gefragt hatte ob seien Frage sein Ernst war. max sah sich in der Dreckigen Eingangshalle um und  zuckte kurz mit den Schulter.
" Bin nicht davon ausgegangen, dass du so dumm bist dein Lager direkt in der Eingangshalle auf  zu schlagen..wo wirklich jeder dich sehen kann..und wie es in dem Rest des Krankenhauses aussieht weiß ich nicht..",antworte Max,leicht angenervt und schüttel leicht den Kopf.
"Scheinbar wärst du aber, nichts für ungut..mein Fehler!", ein sehr freches, schon fast provozierendes Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit.
Angst hatte Max kein Stück vor dem Kerl,auch wenn er aus sah als  könne er sich wehren.
Sein Vorteil war es, dass viele aufgrund seiner Körpergröße drauf schlossen,dass er  sich nicht wehren  könnte. Wenn der Kerl das dachte,dann war er wahrscheinlich auf dem Holz weg. Max hatte schon ganz andere Kerl verdroschen als dieses groß Maul.
Der Typ fing an ihm zu drohen und versuchte ihn  böse anzufunkeln. Max hob unbeeindruckt die Augenbrauen und grinste einfach nur schief.
"Uhhh...bist ja ein richtig Harter...man,da bekomm ich glatt Angst!", zog er den anderen auf und reckte das Kinn frech nach oben.
" Nicht für ungut,aber so ein geleckter Milchbubie wie du  ist nicht  wirklich Einschüchtern... pass lieber auf ,dass du dich nicht schmutzig machst. Deine Mami kommt  nämlich leider nicht  zum Klamotten waschen.", schoss max zurück. Er war bekanntermaßen nicht auf den Mund gefallen und gegen eine Schlägerei hatte er nie was. Wenn der Kerl sich weiter so aufpumpte  zeigte er ihm mal wie dreckig die Eingangshalle wirklich war. Sein Gesicht eignete sicher gut zum Boden wischen!
Er hatte wirklich versucht freundlich zu seinem und dem Typ ne Chance zu geben,aber der war wie vermutet einfach ein hochnäsiger ,aufgeblasener Kerl,der scheinbar gerade zu nach prügeln schrie.
// na mir nicht die  Finger schmutzig machen..Billige Ausrede,ne feige Sau ist der Kerl,mehr nicht!//
Max beschloss sich eien Spaß mit  dem Kerl zu machen,denn er würde sicher nicht abziehen. Er ging zu der Theke,stellte seien Rucksack ab und setzt sich.
"Wenn dir mein Gequatsche nicht passt,dann verpisst dich..Ich werde nicht gehen!",flötet Max und verschränkte die Arme vor der Brust.
" ich find dein kleine Versuche mir Angst  zu machen nämlich sehr unterhaltsam..wo hast nur die  geistreichen  Sprüche gelernt?",zog er ihn weiter auf und lachte kurz auf. Der Typ war einfach nur lachhaft, das reinste wandele Klischee.
//Uh  ich bin so cool mit meiner Sonnenbrille und meiner Lederjacke..und  mein meinem Bösen Blick und  den Möchtegern- Drohungen  verscheuche ich alles und  jeden..Mr. Cool McCool!//
Oh , wie max es liebte sich über menschen wie den lustig zu machen. Die  richtig harten Jungs ,die dann nur weinend zu Mami laufen wenn`s  gefährlich wurde.
Klar, schwach war der Kerl sicher nicht,aber auch nicht stärker als  er. Wenn sie sich wirklich prügeln würde,dann würde der Kerl,das auch sehr schnell merken,dass er ihn eindeutig unterschätz hatte. Er hatte einen guten Tag und eine nette Prügelei jetzt wo er sich aufgewärmt hatte wäre eigentlich ganz nett.Ob der Kerl jedoch fair kämpfen würde,stand jedoch in den Sternen. Max jedenfalls würde seinen Dolch nicht benutzen solange der Kerl auch keine Waffe nutze.
Gab  doch nichts über den klassischen  Nahkampf.Er hatte die letzten Jahre bei den Asen verbracht und bei denen  ging es ausschließlich  um Ackerbau und Kampf. Es ging ständig darum die eher zu verteidigen  oder um Unterhaltung. Freie Männer und Frauen  so wie Unfreie haben dem nach ständig miteinander gekämpft. Er hatte sehr viel während dieser zeit gelernt. Vor allem Try hatte ihn in den letzten Monaten sehr hart  ran genommen. Um nämlich den Tribe als Mann aufgenommen zu werden musste man seinen Wert im Kampf beweisen. Und das gegen einen freien Mann aus dem Tribe,keinen Sklaven, die meisten nicht so trainiert  waren.
Kämpfen hatte zu seinem Leben gehört und auch wenn er nie an die alten Götter  geglaubt hatte,hatte ihm die Lebensweise zu gesagt. Jetzt wo er allein war, ergab sich selten  eine Gelegenheit die Kräfte mit  irgendwem zu messen.
Max war zwar schon immer frech gewesen,aber früher war er körperlichen Auseinandersetzungen eher aus dem Weg gegangen. Ob Maria ihn überhaupt wieder erkennen würde? Sie hatten sich sicher beide sehr verändert.

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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 28 Jul - 16:59

Cf: Straßen der Stadt

Ich betrete dein Eingangsflur des Krankenhauses. Ich kann immer noch die Blutspur unseres Kampfes sehen. Es widert mich an. Ob der Idiot und die Chosen-Göre sich immer noch hier rumtreiben?  „Scheiße nochmal.“ Ich trete gegen einen der Besucherstühle, der quer durch den Raum fliegt und gegen eine Wand knallt.

Hinter mir höre ich ein Klatschen und eine schnarrende Stimme sagt: „Bravo Milo. Klasse Vorstellung da draußen.“ Ich drehe mich schwungartig um. Und sehe Lt. Shadow, der lässig gegen eine Wand lehnt. Er trägt seine dunkelblaue Uniform und auch unser Zeichen ist gut sichtbar auf seine Stirn zu sehen. Seine Arme sind vor der Brust verschränkt. Er sieht gar nicht erfreut aus. Aus kalten, lieblosen Augen beobachtet er mich. „W..was machst du hier?“ frage ich überrascht. Er geht zwei Schritte auf mich zu. „Ich wollte mal sehen, wie es bei dir läuft. Und?“ Ich weiche seinem Blick aus, sage aber nichts. Dafür redet Shadow ohne Unterlass weiter. „Hab ich mir schon gedacht. Blake sieht sich deine Unfähigkeit nicht mehr lange mit an, soviel steht fest.“ Er lässt sich auf einen Stuhl fallen und nimmt eine bequeme, nach hinten gelehnte Haltung ein. „Wie meinst du das? Hat er dich geschickt?“ frage ich nervös. „Das verunsichert dich, was?“ fragt er lachend. Ich starre ihn nur an, ohne mich zu regen. „Bevor du losheulst.“ meint er grinsend. „Er hat mich nicht geschickt.“ Er mustert meine Kleidung und dann mein Gesicht genauer. „Verrat mir lieber mal, warum du wie ein Schwein aussiehst.“ Er deutet auf mein Gesicht. „Und hat ist mit deiner Nase passiert?“ Shadow wirkt leicht ungehalten. „Ich hatte eine Auseinandersetzung mit so nem Idioten, der frech geworden ist.“ murmele ich mit gesenktem Blick. „Hast dich mit den Einheimischen rumgebalgt, was? Du Idiot, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du dich beherrschen sollst? Ein Descent lässt sich nich von primitiven Ratten provozieren.“ Seine Stimme ist wutverzerrt. „Und nimm gefälligst Haltung an, wenn ich mit dir rede.“ Plötzlich steht er direkt vor mir. Ich blicke in diese finsteren Augen und auch wenn ich normalerweise kein ängstlicher Typ bin, jetzt hab ich Angst. Ein eiskalter Schauer läuft mir den Rücken runter. Ich stelle mich aufrechter hin. „Welcher Idiot war das?“ fragt er mich und deutet auf meine Nase. „Irgendeine Ratte. Ist das wichtig?“ frage ich genervt. „Eine Mall Rat?“ fragt er und hebt eine Augenbraue. Ich sehe ihm fest in die Augen. „Keine Ahnung, ob der Loser ne Mall Rat war.“ Er setzt sich wieder. „Auch egal. Wäre nur schön gewesen. Und was waren, dass für drei Deppen gerade auf der Straße?“ fragte er beiläufig. Ich schlucke. „Du hast mich gesehen?“ „Natürlich.“ antwortet er gelassen. „Du hast die Mall also noch nicht gefunden?“ Ich schüttle mit dem Kopf. „Du legst es drauf an, wieder auf der anderen Seite des Zaunes zu landen, was?“ Ich stottere aber er gebietet mir mit der Hand, dass ich ruhig sein soll. „Ich habe dich unter den Sklaven ausgewählt, weil ich dachte, dass du fähig wärst aber ich habe mich wohl in dir getäuscht.“ meint er gespielt enttäuscht. „Du hast dich nicht getäuscht und das werde ich dir beweisen. Ich werde euch die Informationen liefern die ihr braucht.“ sage ich mit fester, entschlossener Stimme. Shadow erhebt sich wieder. „Das will ich dir geraten haben. Wie gesagt unser Anführer wartet nicht gerne. Ich rate dir, also erfolgreich zu sein, sonst wirst du dafür bezahlen, kapiert?“ Ich nicke. Shadow schaut noch mal kurz auf mich zurück und verlässt dann ohne ein weiteres Wort zu verlieren das Krankenhaus.

Ein schöner Mist. Was meinte er wohl mit bezahlen? Ob sie mich töten werden? Nein, quatsch, die Descents töten keine Menschen. Weißt du das oder hoffst du das? Na ja sicher bin ich mir nicht. Du bist scheinbar doch nicht so im Tribe integriert, wie es dir erhofft hast. Eher ihr Schoßhund als ein richtiges Mitglied. Vielleicht war es ein Fehler mich so bereitwillig anzuschließen aber eine richtige Wahl hatte ich ja nicht. Sie haben mich schließlich mit meinen Freunden auf der Straße aufgelesen. Da war keine Möglichkeit zur Flucht. Sie sind zu gut organisiert. Und jetzt sitze ich im Schlamassel. Ich hätte den ersten Freigang zur Flucht nutzen müssen aber dafür ist es zu spät. Ich hätte mich gleich auf den Weg zu unserer Farm machen sollen und hätte Patsy und die anderen wiedersehen können. Vielleicht, ja, denn mit Sicherheit hätte ich das nie sagen können, ob die anderen auf uns bzw. mich gewartet haben. Wie hätte ich auch erklären sollen, dass ich allein zurückkomme? Man hätte mir vorgeworfen, dass ich die anderen im Stich gelassen hätte. Aber ich hatte keinerlei Möglichkeit mir oder ihnen zu helfen. Was hätte Patsy von mir gedacht? Wäre sie enttäuscht gewesen? Hätte sie Verständnis für mein Handeln gezeigt? Ich weiß es einfach nicht. Was würde sie von mir denken, wenn sie mich nun sehen könnte?
Draußen geht bereits die Sonne am Horizont auf. Eine Runde Schlaf wird mir ja wohl genehmigt sein. Ich reihe einige Besucherstühle aneinander und sammele herumfliegende Stuhlkissen ein, die ich übereinander stapele. Ich lege mich auf die Stühle. Unbequem aber besser als nichts. Ich bin auch schnell eingeschlafen.

Die augenöffnend erhebe ich mich langsam aus meinem traumlosen Schlaf. Ich strecke mich, bleibe aber vorerst sitzen. Kopfschmerzen! Und wie. Ich könnte das Haus zusammenschreien sosehr tut mir der Schädel weh. Ich wische mir vorsichtig den Schlaf aus den Augen, bedacht darauf bloß nicht meine Nase zu berühren. Ich ziehe meine Jacke aus und lege sie neben mich auf den Stuhl. Mein Hemd zerreiße ich mit beiden Händen. Das kann ich wegschmeißen. Das viele Blut kriege ich eh nie wieder raus. Danke, du Mistkerl! Ich schmeiße es auf den Boden. Nach meinem Rucksack greifend knie ich mich auf den Boden. Ich hole meine Wasserflasche aus der Tasche und ein kleines sauberes Tuch, welches ich mit Wasser tränke. So Kumpel, reiß dich zusammen. Es wird scheiße wehtun aber du kannst nicht ewig mit nem blutverkrusteten Gesicht rumlaufen. Ich wische mir behutsam das Blut aus dem Gesicht. Meine Gedanken wandern wieder zu Patsy. Ach wärst du nur hier. Du könntest dich besser um meine Verletzung kümmern als ich. Ich glaube ich werde langsam sentimental sosehr vermisse ich meine geliebte Freundin. Ich muss diese Mall finden. Konzentrier dich auf deinen Auftrag, wie Shadow gesagt hat und dann ist gut. Die Descents haben nichts Gutes im Sinn. Das weißt du selber. Sie können nicht nur dir gefährlich werden. Patsy…nein…Schluss damit. Sie werden mir aber nicht gefährlich. Und auch Patsy wird nichts passieren. Ich bin selbst ein Descent. Ich habe das alles unter Kontrolle. Ich muss mir langsam mal was zu essen suchen und mir Gedanken drüber machen, wie ich diese Mall finde.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 16 Aug - 23:03

cf: Straßen der Stadt

Vom Regen völlig durchnässt, erreiche ich schließlich das Oblivio Hospital. Ich bleibe stehen, verschränke unsicher die Arme vor der Brust und blinzele hinauf zu dem großen, imposanten Gebäude. Die Regentropfen benetzen mein Gesicht, doch das ist mir egal. Einst herrschte hier sicher reges Treiben, doch nun sieht der Bau völlig verwahrlost aus, viele der Fensterscheiben sind zerbrochen und vor dem Eingang türmt sich der Müll. Einige Jugendliche gehen an mir vorbei, irgendjemand rempelt mich an, doch ich nehme kaum Notiz von ihnen. Eine Auseinandersetzung ist das Letzte was ich jetzt gebrauchen kann. Ich ziehe die Kapuze tiefer ins Gesicht und gehe vorsichtig auf den Eingang zu, sehe mich immer wieder etwas gehetzt um. Los, geh schon! Du wolltest nicht mehr das kleine, dumme Mädchen sein. Beweis es dir selbst! Doch was wird mich im Inneren erwarten? Ich habe noch nicht einmal eine Waffe dabei!, huscht mir ein fataler Gedanke durch den Kopf. Wie dumm bin ich eigentlich?? Ich wäre jedem, der mich angreift völlig hilflos ausgeliefert. Ich seufze leise und lege die Hand auf die Türklinke. Es gibt jetzt kein zurück mehr. Und es sind keine Wachen vor der Tür, das ist immerhin ein gutes Zeichen! Ich drücke die Klinke herunter und öffne schließlich die Tür, die ein unangenehmes Knarzen von sich gibt. Es klingt in der Stille beinahe ohrenbetäubend und ich verziehe leicht das Gesicht. Mist! Es herrscht ein seltsames Licht hier, es ist dämmrig und kleine Staubmoleküle tanzen wirr in der Luft umher. Ich kann nichts auffälliges hören oder sehen, also schließe ich die Tür so leise wie es eben möglich ist und gehe dann ein paar Schritte voran.

Ich hinterlasse nasse Fußspuren auf dem Boden. Meine Kleidung trieft nur so vor Nässe und meine langen Haare hängen mir strähnig ins Gesicht. Du siehst aus, wie aus irgendeinem Horrorfilm entsprungen! Ich bemerke, dass ich bis auf die Haut durchnässt bin. Hoffentlich hat Patsy etwas zum anziehen für mich. Das könnte sonst noch ziemlich kalt und ungemütlich werden. Meine Augen tasten ängstlich die Umgebung ab und mein Herz pocht heftig in meiner Brust. Los...weiter, Darleen! Mein Blick wandert schließlich in eine Ecke und bleibt abrupt an einer Gestalt haften, die auf einem Stuhl hockt. Ich keuche erschrocken auf und bleibe wie angewurzelt stehen. Schnell huschen meine Augen über die Umgebung. Sonst kann ich niemanden sehen. Ob noch mehr Typen hier irgendwo herumlungern? Ich schaue mit vor Schreck geweiteten Augen wieder zu dem Fremden. Er sieht furchteinflößend aus. Sein Gesicht ist übel angeschwollen, er hält ein Tuch in der Hand, verzieht das Gesicht scheinbar vor Schmerzen. Irritiert bemerke ich, dass er mit nacktem Oberkörper dasitzt. Nur zu gerne, hätte ich meinen Blick von ihm abgewandt, doch es wäre dumm dies zu tun. Ich muss ihn im Auge behalten! Ich laufe rot an, hoffe jedoch, dass es durch meine Kapuze unbemerkt bleibt. Viel erschreckender ist meine nächste Beobachtung. Neben ihm liegt ein zerknülltes Hemd. Ist das Blut?? „Oh...ich...“, beginne ich ängstlich, mit zitternder Stimme. „Ich wollte nur...“, meine Stimme versagt und mein Atem geht schneller.

Was mache ich jetzt?? Wenn ich auf dem Absatz kehrt mache und fliehe, rennt er mir sicher nach. Gegen den hätte ich keine Chance, immerhin wirkt er sehr sportlich. Wäre ich doch bloß auf dem Bauernhof geblieben! „Kann...kann ich dir helfen?“, frage ich dann leise ohne weiter nachzudenken und muss bei diesen Worten selbst meine Stirn runzeln. Helfen?? Dem? Der wird dich gleich auslachen und dir dann sonstwas antun! Ich schüttle schnell entschuldigend den Kopf. „Nein, nein vergiss was ich gesagt habe. Ich...wollte mich hier nur umsehen. Aber, ich glaube es ist besser wenn ich jetzt gehe.“, ich lächle unsicher und gehe langsam rückwärts, lasse den Fremden jedoch nicht aus den Augen. Er wirkt so unnahbar und furchteinflößend in diesem dämmrigen Licht. Mit dem rechten Fuß stoße ich gegen eine kleine Stehlampe die auf dem Boden liegt, komme ins Straucheln und lande schließlich unsanft auf dem Po. Na super, du kleiner Trampel! Du Landei machst dich grad ziemlich zum Affen! Aber vielleicht wirke ich auch so unattraktiv auf ihn, dass er froh ist, wenn ich weg bin? Ich keuche leise während des Sturzes auf und rutsche dann schnell auf dem Po Richtung Ausgang. Ich will nicht aufstehen, immerhin müsste ich ihn dann für einen Sekundenbruchteil aus den Augen lassen. Vielleicht ist er ein Auftragskiller oder sowas? Ein Mörder?? ja klar, Darleen. Mach alles nur noch schlimmer. „Lass mich gehen...“, hauche ich leise, beinahe flehend. „Bitte. Niemand wird von dem erfahren, was ich hier gesehen habe. Versprochen.“
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 17 Aug - 22:13

Ich blicke zum Fenster. Scheiße, jetzt regnet es auch noch. Na super. Ich sehe schon aus wie ein Schwein und wenn ich das rausgehe, werde ich mir den Tod holen und nass werden. Oder umgekehrt, was weiß ich? Der Schmerz zieht durch meinen Schädel und ich könnte permanent schreien. Wenn ich diesem Widerling noch mal begegne….verdammt noch mal! Aber fluchen bringt auch nichts das weiß ich selbst gut genug. Der Typ lacht in meinem Kopf und macht mich nur noch wahnsinniger. Mit einem feuchten Tuch versuche ich mir sehr sachte mein Gesicht zu säubern. Es ist die Hölle.
Während ich mir so das Gesicht säubere, höre wieder ein Geräusch. Ist der Typ mit seiner Schwester wieder zurück? Langsam richte ich meinen Blick auf die Richtung, aus der das Geräusch kommt. „F*ck“ fluche ich leise. Jede Bewegung meines Kopfes schmerzt. Dort im Eingang steht ein Mädchen. Sie muss von draußen hereingekommen sein, denn sie ist klitschnass. Sie wird sich erkälten, ist mein erster Gedanke. Was interessiert dich das?, höhnt Lt. Shadow in meinem Kopf. Ja, was interessiert mich das eigentlich? Verwahrloste Gören gehören wohl kaum zu meinem Auftrag. Ich folge ihrem Blick, der von meinem geschundenen Gesicht zu meinem nackten Oberkörper wandert und bei meinem blutigen Hemd hängen bleibt, welches auf dem Boden vor mir liegt. Sie hat Angst. Das würde ich drei Meter gegen den Wind riechen, selbst wenn sie nicht so zittern würde. „Was glotzt du so?“ frage ich herablassend und bringe sie damit nur noch mehr aus dem Konzept. Sie beginnt vor sich hin zubrammeln und zu stottern. Ich verdrehe genervt die Augen und beantworte die Frage, die ich aus ihrem Bick herauslesen kann. „Ja, das ist Blut. Genauer gesagt mein Blut. Noch nie But gesehen?“ frage ich belustigt aber das Lachen vergeht mir schnell wieder, durch die Schmerzen im Gesicht. Ich sollte doch mal ins Hauptquartier zurückkehren und Lt. Sky fragen, ob ich alles richtig gemacht habe, mit dem Richten des Bruches. Er ist schließlich sowas wie unser Arzt und kennt sich da besser aus als ich. Das Mädchen steht immer noch zitternd am Eingang. Hat sie gerade gefragt, ob sie mir helfen kann? „Wobei denn? Ich bin schon groß und kann mir selbst das Gesicht waschen. Danke der Nachfrage.“ erwidere ich angesäuert und ziemlich sarkastisch. Sie muss wohl selbst gemerkt haben, das ihr Vorschlag ziemlich dumm war. Sie schüttelt mit dem Kopf und meint ich solle es wieder vergessen. Dann meint sie, sie wolle sich nur kurz umsehen und besinnt sich im gleichen Moment wieder und meint sie sollte doch lieber wieder gehen. „Entscheidungen treffen, ist deine große Stärke, was?“ frage ich und sehe sie flüchtig an. Ich greife mir meinen Ruckzuck und ziehe mein Shirt heraus, um es anzuziehen. Ist ja arschkalt hier drinnen. Ich zittere leicht und ziehe noch meine Lederjacke drüber.
Wohl weil ich aufgestanden bin, ist das Mädchen noch verunsicherter und stößt mit dem Fuß irgendwo gegen und fällt rückwertig zu Boden und landet auf ihrem Hinterteil. Ich gehe auf das Mädchen zu. Sie beginnt zu wimmern. Ihre Stimme hat einen beinahe flehenden Klang. Ich solle sie doch gehen lassen und sie würde auch niemandem etwas erzählen was sie hier gesehen hätte. „Meinst du das interessiert jemanden, wie ich mir das Gesicht gewaschen habe?“ frage ich höhnisch und gehe weiter auf sie zu. Sie rutscht auf dem Boden weiter Richtung Wand. „Hast Angst? Habe ich recht?“ frage ich vorsichtig und versuche einen sensiblen Ton anzuschlagen. Ich sehe wie sie zittert und das erinnert mich einfach zu sehr an meine Patsy. Ähnlichkeit hat sie zwar keine aber ihr Verhalten ähnelt Patsys. Sie wimmert weiter vor sich hin. Ich gehe in die Knie und hocke mich vor sie. „Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.“ sage ich im ruhigen Ton, in der Hoffnung, dass sie sich beruhigt.  Ich strecke meine Hand nach vorn und hebe vorsichtig mit meinem Zeigerfinger ihr Kinn an, damit sie mich ansieht.
„Ich weiß, mein Gesicht in dem Zustand“ Ich deute mit der anderen Hand auf meine Nase. „macht nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck aber ich verspreche dir dass ich ganz friedlich sein werde.“ Ich zeige ihr meine geöffneten Handflächen. „Ohne die Finger zu kreuzen. Siehst du?“ Ich lächle ein wenig schief, um sie aufzumuntern. Ich berühre leicht ihre Schulter. Sie ist wirklich klitschnass wie ich vermutet habe.
„Du bist ganz nass. Du wirst dir noch den Tod holen, wenn du jetzt wieder rausgehst.“ Ich nicke in Richtung der Eingangstür. Sie ist gläsern. Man kann dadurch sehen, dass der Regen draußen immer schlimmer wird. Der Himmel ist dunkel und wolkenverhangen. Richtig unangenehm. An ihrer Stelle würde ich hier drinnen warten bis der Regen nachlässt aber ich werde sie hier nicht festhalten. „Warte kurz hier.“ meine ich zu dem Mädchen und erhebe mich, um meinen Rucksack zu holen. Ich setze mich samt Rucksack im Schneidersitz vor sie auf den Boden und krame meine Decke heraus. Ich knie mich dann vor sie und lege ihr die Decke um die Schulter. „Vielleicht solltest du die Jacke doch lieber ausziehen.“ Ich deute mit der Hand in ihre Richtung. „Hast du vielleicht Hunger? Also ich schon. Ich habe noch ein Sandwich bei mir. Das könnten wir teilen, wenn du willst.“ Ich versuche freundlich zu lächeln aber jedes Lächeln treibt mir mehr Schmerzen ins Gesicht, also muss es eher gezwungen aussehen.  Ich öffne ein Fach an meinem Rucksack und hole ein Sandwich hervor, welches in Alufolie eingewickelt ist. Sie sieht mich weiterhin eher misstrauisch an und ich kann es ihr auch nicht verdenken, sowie ich aussehen muss. Blaugrün und angeschwollen im Bereich um meine Nase herum. Ich packe das Sandwich aus und breche es in zwei gleichgroße Hälften. „Da ist Schinken drauf und auch Tomaten. Schmeckt gut.“ sage ich in einem Ton als würde ich tagtäglich nichts anderes tun, als mein Essen mit Wildfremden zu teilen. Ich halte ihr eine Hälfte hin. Sie starrt mich aus großen, ängstlichen Augen an. „Ist auch nicht vergiftet.“ Zum Beweis beiße ich ein Stück meiner Hälfte ab. Es schmeckt wirklich gut aber das Mädchen kann froh sein, dass sie nicht weiß, wer das Sandwich gemacht hat. Für die Versorgung der Truppen sind nun mal unsere Sklaven verantwortlich aber mit dieser Information gehe ich ja auch nicht hausieren. Es ist mir selbst noch irgendwie unangenehm, immerhin war ich selbst einst einer. Ich kaue fertig und schlucke den Bissen herunter. „Du erinnerst mich irgendwie an meine Freundin, sowie du jetzt dasitzt mit der nassen Kleidung. Und der Blick erstrecht aber damals hatte sie nicht vor mir Angst sondern eher vor einem schweren Gewitter in das wir geraten sind.“ Ich plaudere so darauf los und denke mir diese Geschichte einfach aus, vielleicht wird sie ja so lockerer und legt ihre Angst ein wenig ab. „Wir waren draußen auf den Feldern und haben eines unserer verlorengegangenen Schafe gesucht. Und plötzlich zog da dieses heftige Gewitter auf. Ich habe zu meiner Freundin gesagt, dass wir umkehren müssen und das Schaf vergessen sollten. Immerhin befanden wir uns auf einem offenen Feld. Nicht grad ungefährlich bei Blitz und Donner, dort rumzulaufen aber sie hatte sich in den Kopf gesetzt das Tier zu finden und in seinen sicheren Stall zu bringen.“ Ich halte kurz inne und beobachte sie. Das Sandwich halte ich weiter in ihre Richtung falls sie es sich doch anders überlegen sollte. „Du brauchst wirklich keine Angst zu haben.“ Sie macht es einem nicht gerade einfach, das muss man schon sagen.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 24 Aug - 22:13

Was ich so glotze?! Die Worte des gruselig aussehenden Fremden, lassen mich heftig zusammenzucken, meine Augen sind immer noch weit aufgerissen. Das Blut auf dem Hemd ist seines? Ob ich sowas noch nie zuvor gesehen habe? Er macht sich anscheinend über mich lustig, verzieht dann jedoch schmerzhaft das Gesicht. „D..doch...schon“, stammele ich leise vor mich hin. Warum antworte ich dem überhaupt?! Um ihn hinzuhalten. Sag irgendwas, beschäftige ihn, vielleicht hast du Glück und es kommt gleich jemand anderes zur Tür herein und hilft dir. Ja natürlich...sowas passiert doch nur in dämlichen Märchen! Ich bin allein. Mit einem ziemlich mies dreinblickenden Kerl. „Der...der Andere...mit dem du...ist er tot?“, stottere ich munter weiter vor mich hin, wie eine Schwachsinnige. Denn es ist ziemlich offensichtlich, dass er von irgendjemandem übel zugerichtet wurde. Ich frage mich nur, was mit dem anderen passiert ist. Schnell schaue ich mich um. Vielleicht liegt er hier irgendwo? Tot?? Doch ich kann niemanden sonst hier erkennen. Bei meiner dämlichen Frage, ob ich helfen kann, reagiert er beinahe sauer. Er kann sich allein das Gesicht waschen? Ich knabbere verlegen an meiner Unterlippe. Ich hätte einfach die Klappe halten sollen! Er stellt fest, dass ich wohl nicht sonderlich gut darin bin, Entscheidungen zu treffen und beginnt sich anzukleiden. Okay, das sieht immerhin nicht so aus, als würde er gerne halb nackt vor mir herumrennen. Ich schweige trotzig und bin sowieso vielmehr damit beschäftigt, den Rückwärtsgang einzulegen. Weit komme ich aber nicht, stolpere und finde mich schnell auf dem Boden wieder.

Panik steigt in mir auf und ich fühle mich wie ein hilfloser Käfer auf dem Rücken. Schnell rutsche ich rückwärts und starre den Kerl an, der nun zu allem Überfluss langsam auf mich zugeht. Oh nein!! Ich sehe mich schnell um, ob ich etwas greifen kann, mit dem ich zuschlagen kann. Doch da ist nichts! Mein Blick huscht wieder panisch zu dem Typen. Es interessiert sowieso niemanden, wie er sich hier das Gesicht gewaschen hat? Ich keuche vor Angst, als er immer näher kommt. Gleich wird er mich an den Haaren packen. Mir schlimme Dinge antun. Mich umbringen. „Geh weg! Hau ab!“, gebe ich schrill von mir, trete hilflos in die Luft, weil ich versuche ihn abzuwehren und Tränen steigen mir in die Augen. Ich will das nicht! Er ändert die Tonlage und klingt nicht mehr sarkastisch sondern leise und ruhig. Doch das beunruhigt mich nur noch mehr. Plötzlich spüre ich die Wand in meinem Rücken und eine Träne kullert mir über die Wange. Ob ich Angst habe? Das sieht man doch oder nicht? „Ich...ich bin total langweilig...“, wispere ich tonlos. „Und ich besitze nichts wertvolles...bitte...“, flehe ich nun beinahe, ziehe die Knie an den Oberkörper und vergrabe mein Gesicht darin. Fliehen ist sowieso unmöglich. Doch ich könnte es nicht ertragen, noch einmal eine Gefangene zu sein. Eingesperrt. Gedemütigt. Ich höre das teuflische Lachen der Locos in meinen Ohren. Spüre ihre Tritte an meinem Oberkörper. Wir waren alle nur Spielzeug. Ich lasse den Tränen nun freien Lauf und schluchze. Ich brauche keine Angst vor ihm zu haben? Seine Stimme klingt nun sehr nah und seine Fingerspitzen berühren leicht meine Knie, ehe er diese unter mein Kinn legt und mich dazu bringt, ihn anzusehen.

Ich  bin irritiert. So hat mich noch nie jemand berührt und dann dieser...Schlägertyp? Meine Augen huschen scheu über seine Gesichtszüge. Trau ihm nicht! Er verspricht mir friedlich zu sein? „Ich würd dir so gern glauben...“, ich schaue auf die geöffnete Hand, die er mir hinhält. Er lächelt nun und seine Hand legt sich auf meine Schulter. Ich wische schnell mit der Handinnenfläche meine Tränen weg. „Wohnst du...hier schon lange?“, frage ich mit vor Schluchzern zittriger Stimme. Irgendwie will ich ihm vertrauen. Ich möchte, dass er nett ist. Ich werde mir in den nassen Klamotten den Tod holen? Irritiert beobachte ich, wie der Fremde seinen Rucksack holt, sich wieder zu mir setzt und mir eine Decke über die Schultern legt. „Danke...“ Auf seine Andeutung hin, ich solle meine Jacke ausziehen weiten sich meine Augen wieder. „Nein!“, sage ich viel zu hastig. „Ganz bestimmt nicht!“ Auch wenn es unvernünftig ist. Aber was, wenn er danach will, dass ich noch etwas ausziehe. Und dann noch etwas. Ob wir uns ein Sandwich teilen sollen? Ich bin nur noch erstaunt, werde aber davon abgelenkt, dass er erneut schmerzhaft das Gesicht verzieht. „Brauchst du was gegen die Schmerzen?“, frage ich vorsichtig. „Ich könnte mal sehen, ob ich etwas habe...außerdem solltest du dich ein bisschen schonen. Die Nase ist gebrochen, stimmts?“

Er holt aus seinem Rucksack das Sandwich hervor, bricht es in der Mitte durch und hält es mir hin. Es sieht köstlich aus und mein Magen zieht sich vor Hunger zusammen. Es ist auch nicht vergiftet? Ich beobachte, wie er ein Stück abbeißt. Der Fremde beginnt zu erzählen, dass ich ihn an seine Freundin erinnere. Wie ich so dasitze. Mein Blick. Sie hatte Angst vor einem schweren Gewitter. Aus großen Augen mustere ich ihn, kuschele mich aber unwillkürlich etwas fester in die Decke hinein. Draußen plattert der Regen laut auf den Asphalt. Hier drinnen ist es ruhig, nur die Stimme des Fremden dringt an mein Ohr. Sie wollte das Schaf unbedingt retten, trotz der drohenden Gefahr. "Sie scheint nett zu sein." Langsam greife ich nach dem Sandwich und beiße leicht hinein. Es ist wirklich köstlich! „Wo...ist deine Freundin jetzt? Warum ist sie nicht hier bei dir?“ Mein Hunger meldet sich stärker denn je und ich kann mich nicht zurückhalten und verschlinge das Sandwich regelrecht. Wann hab ich das letzte mal sowas gutes gegessen??
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 29 Aug - 20:37

Auf meine Frage bekomme ich nur gestammelte Antworten. Sie hat Angst. Nicht nur ihre Stimme verrät mir das, nein ihr ganzer Körper. Sie zittert, obwohl das auch von ihrer durchnässten Kleidung kommen könnte. Ob der andere tot ist? „Mädchen, sprich mal in ganzen Sätzen mit mir. Deine Stotterei geht mir langsam aufn Keks. Du willst wissen, ob der andere mit dem ich gekämpft habe tot ist?“ Ich ziehe mein Shirt und meine Jacke an. Ich fröstele leicht. Ich blicke wieder auf sie. „Wenn es nach mir ginge wäre er das aber der Mistkerl hatte mehr Glück als Verstand. Also, nein, er lebt noch aber nicht mehr lange wenn ich allein auftreffen sollte. Dann ist er fällig.“ Sie blickt sich um. „Hast Angst, dass hier ne Leiche liegt, hä?“ Ich grinse frech. „Er lebt wirklich noch. Also zumindest als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. So Knochensplitter kann schnell mal ins Gehirn wandern und dann ist es aus mit einem.“ Amüsant finde ich das einseitige Gespräch trotzdem. „Musst dir aber keine Sorgen machen. Der Typ hatte nämlich kein Gehirn, wo der Splitter hätte hinwandern können.“ Meine Fragen ignoriert sie total. Na ja auch egal. Ich spiele hier nicht den Babysitter für irgendwelche Kinder. Aber als sie stolpert und rückwärtig auf den Boden fällt, erwacht mein Helfersyndrom wieder zum Leben. Jedoch nicht gleich so, dass ich auf sie zu stürze und ihr auf helfen will. Wahrscheinlich würde sie dann nen Herzkasper kriegen oder so. Und erste Hilfe gehört nicht gerade zu meinen Spezialitäten und Sky, unser „Arzt“ ist kilometerweit entfernt.
Sie rutscht weiter Richtung Wand als ich langsam auf sie zugehe, beginnt sie schrill zu kreischen, ich solle weggehen. Und um das lächerliche Bild, was sie sowieso schon abgibt zu komplettieren tritt sie gegen die Luft, wie ein Marienkäfer der auf dem Rücken liegt und solange mit den Beinen strampelt um wieder auf die Füße zu kommen. Als ich meine Tonlage ändere und ruhiger auf sie einrede, beginnt sie zu weinen und versichert mir, dass sie nichts Wertvolles besitzen würden und total langweilig wäre. „Ich raube niemanden aus, auch wenn ich im Moment nicht so aussehe.“ Warum sollte ich auch? Unsere Sklaven versorgen mich mit dem Nötigsten auch so. Ich hebe ihr Kinn an, damit sie mich ansieht. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch erzählen soll, damit sie mir glaubt. Patsy ist so viel besser darin das Vertrauen anderer Menschen zu gewinnen, als ich. „Hast du Angst, dass ich dich als Sklave verkaufe?“ frage ich ernst. „Brauchst du nicht, für dich könnte ich eh keinen hohen Gewinn erzielen.“ Ich lache, um die angespannte Situation mit einem Witz zu überspielen.
Sie sieht mich nun an und ihre Augen huschen unsicher über meine Gesichtszüge. Ich versichere ihr friedlich zu sein aber sie meint nur, dass sie mir gerne glauben würde. „Warum tust du es nicht einfach?“ frage ich irritiert. „Klar, ich vertraue auch nicht jedem aber überleg doch mal, wenn das Bild was du scheinbar in deinem Kopf von mir hast mit dem übereinstimmen würde, was ich darstelle, dann müsste ich dich schon vergewaltigt haben oder was auch immer. Stimmt’s oder habe ich Recht?“ Sie wischt sich ihre Tränen weg und fragt mich, ob ich schon lange hier wohnen würde.  Während ich meinen Rucksack hole und mich vor dem Mädchen auf den Boden setze, antworte ich ihr: „Nein, ich wohne auch nicht hier. Ich bin ein Streuner.“ Mein Tribe-Hintergrund würde sie wohl nur wieder verängstigen. Ich gehe auch nicht gerne damit hausieren, dass ich zu einem Sklavenhändler-Tribe gehöre. Wenn sie meinen Tribe kennen würde, würde sie mir gar nicht mehr vertrauen und ich kann es gut nachvollziehen. Die Descents sind nicht gerade die nettesten Zeitgenossen aber ich habe keine andere Wahl als ein Mitglied zu….ach vergessen wir einfach das Thema. Wenn Blake mich so denken hören würde, säße ich längst wieder auf der Straße. Er zählt auf mich und ich darf ihn nicht enttäuschen, das ist alles was mich im Moment interessiert. Obwohl ich weiß ja nicht, wie dieses Mädchen mir von Nutzen sein kann vor lauter Dankbarkeit. „Und wohnst du hier irgendwo? Oder streunerst du gerne bei schlechtem Wetter draußen rum?“ Ich lege ihr eine Decke um die Schultern damit sie sich nicht total auskühlt. Als ich meine, dass sie doch ihre Jacke lieber ausziehen sollte, reagiert sie total hektisch und verneint. Ich hebe abwehrend die Hände. „Ganz ruhig. Ich tue dir nichts. Schon vergessen?“ Hat sie wirklich Angst ich würde sie vergewaltigen? Als wenn ich auf der Straße rumlaufen würde und mir jedes Mädchen nehmen würde, welches mir über den Weg läuft. Blödsinn. Ich bin in festen Händen, auch wenn ich meine Patsy lange nicht gesehen habe. Und gar nicht weiß, ob sie mich noch vermisst oder nicht schon einen anderen Kerl in ihr Herz gelassen hat. Ich bin so in Gedanken an meine Patsy vertieft, das ich zunächst nicht auf die Frage des Mädchens reagiere. Ich schüttele den Kopf als könnte ich damit meine Erinnerungen abschütteln. „Sorry hab nur über was nachdenken müssen.“ Gebrochen? „Ja die ist definitiv gebrochen.“ Ich berühre leicht meine eigene Nasenspitze und zucke zusammen unter der Berührung. „Ich habe den Knochen schon gerichtet aber es schmerzt unmenschlich. Was willst du den dagegen finden? Die Arztpraxen sind alle geplündert und selbst wenn was findest, meinst du es ist eine gute Idee abgelaufene Medikamente zu sich zunehmen?“ Ich packe nebenbei mein Sandwich aus und will es mit ihr teilen. Ich halte ihr eine Hälfe hin während ich ihr eine erfundene Story mit Patsy und einem verloren gegangenen Schaf als Hauptpersonen erzähle. Zaghaft greift sie nach dem Sandwich und beißt hinein. „Schmeckt gut, was?“ frage ich schmunzelnd und beobachte wie sie das Sandwich herunterschlingt. „Ja, sie ist wirklich nett, viel netter als ich.“ Ich kratze mich hinterm Ohr. „aber ich weiß nicht wo sie sich gerade aufhält. Ich bin auf der Suche nach ihr.“ Soll ich ihr meine Geschichte erzählen? Nein, das geht sie nichts an. „Wir wurden getrennt wegen diesen verrückten Chosen, um es kurz zu machen.“ Das stimmt nicht ganz aber egal, es erklärt warum Patsy nicht bei mir ist. „Ich weiß nicht mal ob sie noch lebt.“ füge ich melancholisch hinzu. „Aber willst du nicht wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist?“ frage ich lächelnd und zwinkere ihr zu, um mich von meiner traurigen Lebensgeschichte abzulenken.
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BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 1 Sep - 9:32

Meine Stotterei geht ihm auf die Nerven?! Trotzig presse ich die Lippen aufeinander und schlinge meine Arme fest um meinen durchnässten Körper, um dem Zittern Einhalt zu gebieten. Beinahe hätte ich zickig meine Stimme erhoben und etwas erwidert, doch das wäre unklug. Er ist eindeutig in der besseren Position und ich wüsste nicht einmal ansatzweise, mich zu wehren. Der Fremde zieht zum Glück sein Shirt über und erklärt mir währenddessen, dass sein Gegner noch lebt, er ihn aber töten wird, wenn er ihn das nächste mal sieht. „Was...?!“, frage ich erschrocken und starre den Jungen ungläubig an an. „Du kannst doch nicht...“, ich runzle verwirrt die Stirn. „..einen Menschen umbringen wollen...“ Doch ich glaube nicht daran, dass meine lächerlichen Worte den Typen zum Umdenken bewegen können. Er wirkt absolut entschlossen und will sich rächen, für das, was der andere ihm angetan hat. Wie will er das denn anstellen? So etwas ist furchtbar!! Ich hatte Angst, dass hier irgendwo eine Leichte herumliegt? Ertappt sehe ich ihn an. Der Typ faselt was davon, dass Knochensplitter leicht mal ins Gehirn wandern könnten, doch der andere hatte eh keines, also wird nichts passiert sein. Er grinst mich amüsiert an und ich erwidere dieses leicht gekünstelt. „Du scheinst auch nicht intelligenter als er gewesen zu sein...immerhin hast du dich auf die Schlägerei eingelassen oder?“, plappere ich drauf los und könnte mich dafür ohrfeigen. Wie war das mit...du bist absolut wehrlos?? Halt den Mund, Darleen. Er mag gerade relativ entspannt wirken, aber das kann sich schnell wieder ändern!

Als ich schließlich zusammengekauert an der Wand hocke und meine Tränen nur so über meine Wange strömen, sagt der Fremde mir, dass er niemanden ausraubt. „Nein..?“, frage ich unsicher und blinzele ihn an. „Aber...aber...das machen doch alle. Wie soll man sonst an Nahrungsmittel oder Schmuck kommen, wenn man nichts zum tauschen hat?“ Ob ich Angst habe, dass er mich als Sklaven verkauft? Was?? Meine Augen weiten sich. „Sowas tust du?“, frage ich panisch. Ich wäre nichts wert?? Seine Worte treffen mich mehr, als sie es vermutlich sollten und ich senke meinen Blick. „Ich weiß...“, murmele ich traurig, während der andere das alles total amüsant zu finden scheint. Er muss mir nicht auf die Nase binden, dass ich zu nichts wirklich tauge. Das habe ich schon selber festgestellt. Wie gerne wäre ich wie mein Bruder. Er hat immer für eine bessere Welt gekämpft. Ich war immer zu feige dafür. Ich soll ihm vertrauen? Denn, wenn es stimmen würde, was ich über ihn denke, wäre er schon längst über mich hergefallen. Ich sehe ihn wieder an und nicke nur. Vielleicht sollte ich es wirklich versuchen...? Nur mal kurz? Er ist also ein Streuner. Ich mustere ihn abschätzend und stelle für mich fest, dass er dafür irgendwie...zu gepflegt aussieht. Nagut, wenn man jetzt mal von der Nase und dem Blut absieht. Ob ich hier irgendwo wohne. Ich schüttle leicht den Kopf. „Nein, ich lebe außerhalb der Stadt. Auf dem Land.“, sage ich leise. Das macht mich jetzt nicht unbedingt interessanter! „Ich bin das erste mal seit langem wieder in der Stadt. Ich will eine Freundin besuchen.“ Was erzählst du dem jetzt alles?? Das geht ihn doch gar nichts an! Dummes Kind.

Ich kuschele mich in die Decke und das Zittern hört sogar ein bisschen auf. Beinahe fühle ich mich wohl. Er tut mir wirklich nichts? Ich sehe ihn unsicher an, mache mich dann aber daran, meine völlig durchnässte Jacke auszuziehen. Ich frage ihn, ob er was gegen die Schmerzen braucht. Doch der Fremde wird nachdenklich, antwortet nicht sofort. Ich mustere ihn verwundert. Ich verziehe leicht das Gesicht, als er seine Nase berührt, da ich den Schmerz beinahe nachempfinden kann. Er hat den Knochen schon gerichtet?? Wieder weiten sich meine Augen. „Wow...einfach so?? Ich meine früher...da brauchte man eine Vollnarkose für sowas. Du bist nicht ohnmächtig geworden??“, ich sehe ihn an wie ein Tier im Zoo, dass gerade ein wahnsinns Kunstück vollführt hat. Er will keine abgelaufenen Medikamente zu sich nehmen. Ich schüttle den Kopf. „Musst du auch gar nicht. Warte...“, ich nehme meinen löchrigen Beutel und wühle eine kurze Zeit darin herum. Schließlich werde ich fündig. Ich hole eine kleine Plastikbox heraus, öffne sie und halte ihm diese hin. Darin befindet sich eine rötliche Masse. „Hier das ist ein Schmerzmittel, bestehend aus einer Mischung aus Heilkräutern und Chilischoten, ich habe es selbst zubereitet. Nimm ein klein wenig davon zu dir, es ist sehr scharf aber sobald die Schärfe in deinem Mund nachlässt, wirst du merken, dass du auch die  Schmerzen nicht mehr ganz so stark spürst. Das Mittel wirkt eine ganze Weile. Du kannst die Box behalten und alle paar Stunden etwas davon nehmen.“, ich schaue ihn abwartend an.

„Na los. Es hilft wirklich. Es kommt zur Ausschüttung verschiedener Stoffe in deinem Körper, die eine schmerzlindernde Wirkung haben.“ Ich esse genüsslich das Sandwich und nicke, als er mich fragt ob es gut schmeckt. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass er es selbst zubereitet hat. Er in irgendeiner Küche am Brote schmieren?! Der Blonde ist also auf der Suche nach seiner Freundin, nachdem er durch die Chosen von ihr getrennt wurde. Ich schaue ihn an. „Die Chosen? Was ist denn passiert? Ich dachte es gibt sie gar nicht mehr.“ Er weiß nicht mal ob sie noch lebt? Ich schlucke und ein Kloß bildet sich in meinem Hals. „Oh...hast du...denn eine Ahnung, wo sie sich aufhalten könnte? Glaubst du sie ist hier in der Stadt?“ Als er mich fragt, ob ich das Ende seiner Story gerne hören würde grinse ich leicht und nicke. „Klar...ich hoffe doch, dass es ein Happy End gibt.“, sage ich und schaue ihn abwartend an. „Sag mal...wie heißt du eigentlich?“ Er war bisher sehr nett zu mir. Da sollte ich doch wenigstens seinen Namen kennen oder??
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