The Tribe Forum | Über die TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
StartseiteFAQSuchenMitgliederFacebook-CommunityAnmeldenLogin
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 
Rechercher Fortgeschrittene Suche
Schlüsselwörter
Gray ebony virus Alex Strand Abwesenheit warum Akona Eric eine über Destiny Matty Vince Riley Keoni charlie Amiria kirsty
Neueste Themen
» Plauderstube
Sa 16 Jun - 23:12 von Little Ebony

» Zitat der Woche
Di 5 Jun - 21:15 von Tribefan91

» Zu welchem Tribe würdest Du gehören?
Di 5 Jun - 21:13 von Tribefan91

» Lieblingspaar
Di 13 März - 17:41 von Hippo-Taurus

» Schlimmster Charakter
Mo 12 März - 19:05 von Hippo-Taurus

Juli 2018
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     
KalenderKalender
Partner

Teilen | 
 

 Eingangsbereich

Nach unten 
AutorNachricht
Jessi
Tribe Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 6693
Anmeldedatum : 11.04.12
Alter : 31
Ort : Halle (Westf.)

BeitragThema: Eingangsbereich   Sa 22 Aug - 17:45

@Cloe* schrieb:
cf: Elektro-Technikladen

Vorsichtig betrete ich den Eingangsbereich. Ich schaue mich um. Kann aber nur ein schluchzen vernehmen. Was soll ich tun? Mit zaghaften Schritten gehe ich dem geräusch entgegen. Und dann bleibe ich Ruckartig stehen. Ich glaube, ich trau meinen Augen nicht. Sie muss es sein. Sie dem Überfall war sie verschwunden. Und dabei hatten wir reden wollen. Aber so wie die Situation scheint ist es nicht der richtige Augenblick um zu reden. Mit schnellen Schritten bin ich bei ihr. Patsy ist alles was ich sage und ziehe sie dann in meine Arme. Ich mag es nicht, sie so traurig zu sehen. Aber den Grund würde ich gerne wissen. ich bin doch so neugierig. Aber ich wede sie nicht fragen. ich werde warten bis sie es mir von selber erzählt. Hey süße, bitte nicht weinen. Alles wird wieder. Aber lass uns von hier weg. Sonst bekommen die anderen noch was mit. Und das muss ja nicht sein. Lass uns ... ich überlege kurz. Lass uns in dein Zimmer gehen meine ich und hacke mich bei ihr unter. Ich ziehe sie halb mit mir, als wir uns auf den Weg machen. Neugierig schaue ich immer wieder zu ihr hin, während wir durch die Mall laufen. Ich frage mich wer oder was ihr so zugesetzt hat. Das letzte mal habe ich sie so traurig gesehen, als Paul verschwunden war. Was ich aber auch verstehen kann. Ich hoffe sie erzählt mir, was passiert ist, da ich ihr gerne helfen würde.

tbc: Spicy Stile.

@Ram* schrieb:
cf: Forever New

Ich komme langsam die Treppe herunter und lasse erneut meine Fingerspitzen spielerisch über das Treppengeländer wandern. Hier hält sich zu dieser Zeit niemand der Mall Rats auf und das soll mir auch ganz recht sein. Ich habe wenig Lust mir irgendwelche Kommentare anhören zu müssen. Ich schlendere durch die verwaiste, zugemüllte Eingangshalle, bleibe dann noch einmal kurz stehen und sehe zur Treppe. Ein leichtes Lächeln huscht über meine Lippen, als ich an Trudy denke. An unser völlig überraschendes Zusammentreffen in den Dünen, an die gemeinsame Zeit die wir hatten, die aber viel zu schnell wieder vergangen ist. Es erscheint mir alles so unwirklich. Doch sie macht mich glücklich. Sie ist vermutlich das beste, was mir je hätte passieren können. Und es ist schön zu wissen, dass sie voll und ganz zu mir steht. Ich vermisse sie jetzt schon. Ich wende mich schließlich ab, öffne die Tür und betrete die Straßen der Stadt. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich es möglichst unauffällig zurück ins Vero Centre schaffen kann. Es gibt eine Menge zu tun und Chuck wartet immerhin auch schon eine halbe Ewigkeit auf mich. Und ich weiß, dass er es hasst, von jemandem hingehalten zu werden.

tbc: Straßen der Stadt

@Patsy* schrieb:
Ich bin völlig in mich versunken. Blitze zucken durch meinen Kopf, erhellen Szenen aus der Vergangenheit und tun unendlich stark weh. Alles um mich herum dreht sich, als hätte ich tausend Loopings ohne Pause in einer Achterbahn gedreht. Ich kann nicht einordnen, wo oben und unten, links oder rechts ist. Der Schwindel vermischt mein Umfeld wie ein Kaleidoskop. Genauso wie meine Gefühle, mit denen ich nicht weiß, wohin. Tränen können sie nicht ansatzweise ausdrücken, nicht zeigen, was in mir vorgeht. Dabei brennen sie auf meinem Gesicht, als würden sie es versuchen. Ich denke an damals, als ich Milo kennen gelernt habe. Im Gefangenenlager der Chosen wurden wir an diesem Tag gerade in Gruppen eingeteilt, die von den Aufsehern zu verschiedenen Plätzen gebracht werden würden, um dort die anfallenden Arbeiten zu verrichten und das für die nächste Zeit. Es war ein grauer Tag, Wolken hingen regenverkündend am Himmel und passten so sehr gut zu dem, was man in den Augen der anderen sehen konnte, die mit mir hier waren. Manche kannte ich aus der Stadt von früher, wenn ich ihnen mal zufällig auf der Straße oder den Märkten begegnet bin. Sie warn keine Freunde von mir, doch wir waren Leidensgenossen und das schaffte ebenfalls eine sehr starke Verbindung. Einige versuchten sich als Einzelkämpfer, rebellierten weiter gegen die Chosen und bekamen abends, wenn wir alle zum Appell gerufen wurden, vorgeführt, was mit Abtrünnigen und Verrätern passierte. Direkt umgebracht wurde kaum jemand. So schnell von ihre Sünde loszukommen, verdienten sie laut den Chosen nicht. Nur lebendig konnten sie den richtigen Weg erkennen, Zoot folgen und für ihn arbeiten oder eben bis es soweit war immer wieder spüren, wie grausam die Welt ohne den Schutz des großen Meisters war. Meine eigene Abwehr hatte ich dadurch, dass mein Spionageakt für die Mall Rats enttarnt worden war und ich daraufhin ohne mich verabschieden zu können, mit anderen aus der Stadt auf einen Laster gebracht und abtransportiert worden bin, äußerlich erst einmal fallen gelassen. Ich tat, was mir gesagt wurde, sammelte Steine von den Äckern, auf denen die Chosen Getreide und Gemüse pflanzen wollten, schippte bei sengender Hitze Löcher, von denen wir vermuteten, dass es Gräber waren, bei einer Beerdigung ist allerdings keiner, den ich kannte, jemals dabei gewesen, darum habe ich nie erfahren, welchen Zweck die Gruben erfüllen sollten und erledigte alles andere, was mit schwerer Arbeit zu tun hatte, weil sie mich gut von allem ablenkte. Etwas anderes als quälende Gedanken und Psychospielchen erschöpfte meine Glieder und das war mir recht nur recht. Alles schmerzte so extrem, dass es nicht leicht war, sich nach der Nachtruhe wieder aufzuraffen und weiterzumachen. Das Gute an den Schmerzen war hingegen, dass sie intensiv genug waren, um selbst das Denken auslaugend werden zu lassen, was wohl auch auf gewisse Weise gewollt war. Wir sollten nicht denken, wir sollten bloß funktionieren. Egal ob als Sklave oder als Mitglied des Tribes. In den Augen der Wachen sah man oft lediglich Leere, als wären die Personen dahinter bereits vor langer Zeit verschwunden. Eine weitere Sache, die man die Chosen nie hat öffentlich tun sehen ist, wie sie sich in ihrer Freizeit tatsächlich verhalten. Was fühlten sie uns gegenüber tief in ihrem Herzen? Hatten sie noch Wünsche und Träume oder entsagten sie dem, weil ihnen eingeredet worden war, dass sie nur für Zoot lebten und er ihnen die Erlösung bloß dann bringen würde, wenn sie ihm treu waren? Wieso glaubten sie das alles, hatten viele doch miterlebt, wie Brays Bruder gewesen ist, dass er kein gütiger Mensch gewesen ist, der für alle um sich herum das Beste wollte. Sein Leitspruch Power und Chaos pries dagegen das an, was den Virus auch so schlimm gemacht hatte. Nur die Machtgier der Hersteller des Mittels, aus dem er entsprungen war, die Machtgier der Politiker, die alles vertuscht haben und das Chaos, das auf der ganzen Welt überall sowieso bereits herrschte - war es für mich noch gar nicht greifbar, weil sich mein Kosmos damals um meine Familie, meine Geschwister, meine Eltern und Bob drehte, um meine Freunde aus der Schule und um den Traum, wenn ich groß war einmal Supermodel zu werden, so wie meine Freundinnen und ich es an gemeinsamen Nachmittagen gerne mit unseren Puppen spielten - waren schuld daran, dass alles hatte so weit kommen können, statt frühzeitig verhindert zu werden.
Ich merke, dass ich in meinen Erinnerungen völlig abdrifte, langsam komme ich zu dem Tag zurück, an dem ich Milo zum ersten Mal sah. Wir waren zusammen in eine Gruppe eingeteilt worden, die diesmal Schädlinge von Kartoffeln sammeln sollte. Ich dachte an Dal. Auf seiner Farm sind Cloe und ich nicht unbedingt hilfsbereit gewesen. Es tat mir leid, nicht netter zu ihm gewesen zu sein...
Jedes Gruppenmitglied bekam eine große Blechdose, in der wir die Käfer sammeln sollten. So wie in alten Zeiten, denn meine Großmutter hatte als Kind eine Weile in Deutschland gelebt, und dort hatten die Kinder Schulfrei bekommen, damit sie alle zu Hause auf den Farmen oder bei anderen Bauern mithelfen konnten, die Kartoffeln zu schützen, von denen ihre Familien auch bei der Ernte profitieren würden. Seit dem Virus ist vieles genau so gewesen, wie in früheren Zeiten. Wie nach dem Krieg, von dem meine Oma uns Kindern nur wenig erzählt hat. In Büchern konnte ich später trotzdem viel nachlesen, selbst wenn es dadurch, dass ich schon so lange nicht mehr viel gelesen hatte, sehr anstrengend war. Und es war erschreckend...gar nicht so unähnlich dem, was sich hier wiederholte.
Bereits als der Aufpasser der Chosen uns auf dem Feld den Rücken zugekehrt hatte, um auf seinen Posten außerhalb des Gemüses zu gehen, wo ein Stuhl bereitstand und weit genug entfernt war, hörte ich den Jungen hinter mir jemand anderem etwas zuraunen.
"Am liebsten würde ich die Viecher alle nehmen und den Chosen in ihr essen mischen. Doch selbst da würden mir die Parasiten leid tun." Ich drehte mich unauffällig so, dass ich die gelben gestreiften Tiere einsammeln konnte, wenn ich welche sah und die Jungen trotzdem sehen konnte. Irgendwie brachte mich der Gedanke seit Langem mal wieder zum Grinsen. Den Kumpel des Typen, der geredet hatte auch. Eigentlich unsere ganze Gruppe. Und damit war meine Aufmerksamkeit geweckt...

Plötzlich höre ich meinen Namen. Eine wohlvertraute Stimme holt mich aus meiner Trance. Dann schließen sich Arme um mich, während ich weiterweine, nur lautlos. Und bei mir ist Cloe. Sie sagt etwas, das ich kaum höre. Dann zieht sie mich auf die Beine und nur weil ich weiß, dass sie es ist, die mich hier in der Eingangshalle der Mall gefunden hat, lasse ich es mir gefallen, dass sie mich mit sich nimmt. Wohin auch immer.

tbc: Spicy Style

Leah* schrieb:
Draußen ist schönes, sonniges Wetter. Wie lange war ich eigentlich in der Mall? Ist es schon ein neuer Tag? Ich weiß es gar nicht. Ich musste einfach raus aus diesem Zimmer. Ich habe es nicht mehr ausgehalten. Ich lasse mich auf der Bank, die hier steht, nieder.
Ich hoffe so sehr, dass ich hierbleiben kann. Und noch schöner fände ich es, wenn ich mal wieder einfach Leah sein könnte. Keine gehörlose Leah sondern einfach Leah. Ich möchte mal wieder Menschen treffen, die sich nicht an meiner Taubheit stören. Sie gehört zu mir natürlich aber ich bin mehr als nur taub. Erkennt das denn keiner? Selbst bei den Descents hat sich niemand daran gestört. Es wurde sogar Rücksicht darauf genommen aber das kann auch Zufall sein. Vielleicht war es ein Befehl von Blake. Oder sie waren es bereits gewohnt, einen Menschen mit einem Handicap um sich zu haben? Ich wollte aber auch nicht in Streit mit den beiden geraten. Wenn sie ein Problem mit meiner Taubheit haben, ist es schließlich ihr Problem nicht meins. Es war schwer genug meine Gehörlosigkeit selbst zu akzeptieren. Schließlich wollten mir meine Mitschüler damals einreden, ich wäre anders. Aber wer hat mich aufgemuntert, wenn es mir schlecht ging? Ich weiß es nicht mehr.
Luca….Luca…Luca…
Wer? Der Name steht in meiner Erinnerung. Er trägt sogar ein Gesicht. Ein junger dunkelblonder Mann. Diese Augen. Die sehen aus wie meine. Wie kann das sein? Luke ist mein einziger Bruder und seine Augen haben keinerlei Ähnlichkeit mit meinen. Ich löse den Verband. Er stört mich extrem. Ich lege ihn zusammengefaltet neben mich auf die Bank. Mein Kopf dankt es mir mit Schmerzen. Ich reibe mir die Schläfen. Ich halte mein Gesicht in den Sonnenschein. Es tut gut, die wärmende Kraft der Sonne auf meinem Gesicht zu spüren. Du bist frei, endlich, wie du es dir solange ersehnt hast. Warum kann ich mich trotzdem nicht darüber freuen? Innerlich bin ich total aufgewühlt. Finde keinen inneren Frieden. Ob die Chosen mich verfolgen? Nein, warum sollten sie? Und die Descents? Lässt Luke nach mir suchen? Wie geht’s ihm? Ob er Schwierigkeiten bekommen hat, weil ich abgehauen bin? Vergiss den Typen. Er ist an allem Schuld, auch daran, dass du dich so schlecht fühlst. Warum schließt er sich auch einer Bande von Sklavenjägern an? Luke ist Geschichte. Er bedeutet Gefahr. Dir bleibt keine Familie. Sieh es endlich ein. Vielleicht sind die Mall Rats eine gute Chance neu anzufangen. Eine ganz neue Leah. Ein Leben ohne Angst und ohne Schrecken. Bei diesen Gedanken wirke ich ein wenig zuversichtlicher. Ich sollte doch hier bleiben und den Mall Rats eine Chance geben. Vielleicht war das in Isas Zimmer grade wieder nur ein Missverständnis. Kann ja sein, dass sie es nur nett meinte aber es war trotzdem gedankenlos von ihr. Ich habe jahrelang für meine Selbstständigkeit gekämpft und nun soll ich mich wieder an einen Dolmetscher fesseln lassen? Das kann sie nicht wissen…. Ja, ich weiß.
Plötzlich spüre ich etwas Nasses an meiner Hand. Amie sitzt vor mir und leckt mir die Hand. „Hey, da bist du ja.“ Ich streichle ihr den Kopf. Sie schmiegt sich zum Dank wieder in meine Hand. Seltsam, dass ein streunender Hund so auf menschliche Nähe fixiert ist. „Du brauchst wohl auch ne Freundin, was?“ frage ich die Hündin, die wieder ihren Kopf schief legt, als würde sie mir zuhören. „Du brauchst nichts zu sagen. Ich verstehe. Du hast sicher Hunger. Aber ich habe leider nichts.“ Die Hündin springt zu mir auf die Bank. Ich schmiege mich an sie und kraule ihr das weiche Fell. Es stimmt einfach. Der Hund ist des Menschen treuster Freund, und dabei ist egal dass ich Amie vielleicht einen halben Tag lang kenne. Hunde schauen dir tief in die Seele und erkennen dort dein wahres Ich, auch wenn du dir selbst noch nicht sicher bist, wer du eigentlich sein willst oder vielmehr wer du wirklich bist.
Ein Hund ist ein sehr treuer Begleiter. Ich erinnere mich an Alicias Hund Mex, ein schwarzer Labrador. Er brachte es fertig jeden Tag zu Hause auszubrechen, um die 2 Meilen zur Schule zu laufen, um Alicia von der Schule abzuholen. Ich habe keine Ahnung, woher Mex den Weg kannte aber er fand ihn jeden Tag. Ich muss zugeben, ich war ziemlich neidisch auf Alicias Verbundenheit zu ihrem Hund aber meine Eltern gestatteten mir keinen Hund überhaupt kein Haustier, was ich sehr schade fand. Was mein Dad wohl sagen würde, wenn er mich mit Amie auf dieser Bank sitzen sähe? Egal, ob Luke unsere Eltern vermisst oder nicht, ich tue es auch nach all der Zeit. Manchmal braucht man einfach eine erwachsene Schulter zum Anlehnen oder einen Rat eines erfahreneren Menschen aber uns bleibt das für alle Zeit verwehrt. Es liegt an uns die Zukunft zu gestalten. Wie sie wohl aussieht? Ob da draußen wieder ein verrückter Tribe, die Weltherrschaft an sich reißen möchte? Aber Amie reißt mich aus meinen Gedanken, in dem sich mich anstupst. „Sorry, ich war in Gedanken.“ Ich lächele sie an. In diese treuen Hundeaugen sehen zu dürfen, ist wirklich der schönste Augenblick seit langem. Ich habe eine neue Beschützerin, nein viel mehr eine hündische Freundin, die mir treuer beisteht als es je ein anderer Mensch könnte, gefunden. „Wir werden sicher was zu essen für dich finden. Versprochen.“ Ich kraule ihr die Ohren und beobachte die vorbeigehenden Kinder. Da rennt Amie plötzlich weg. "Amie warte...." Aber sie läuft weiter. Es wird langsam aber sicher kühler und der Abend hält seinen Einzug. ich sollte lieber reingehen und mir ein Zimmer suchen.

tbc: Spicy Style

@Tai-San* schrieb:
cf: Kerzengießerei

Auf dem Weg hinunter sehe ich niemanden, es muss auch mittlerweile mitten in der Nacht sein. Alle werden schlafen oder zumindest auf ihrem Zimmern sein. Im Book Shop war Leah nicht, ich frage mich wo sie ist. Ob sie wohl tatsächlich gegangen ist?
Als ich die Treppe hinuntergehe, überlege ich, wo ich nach ihr Suchen könnte. Denn ich hoffe, dass sie nicht tatsächlich weggegangen ist, draußen könnte ihr wer weiß was passieren. Sie ist immer noch ziemlich angeschlagen, eigentlich sollte sie nicht mal aufstehen. Doch war sie so aufgebracht, dass wir sie nicht aufhalten konnten und wollten.
Leises Stimmengemurmel dringt an meine Ohren und ich horche, woher es kommt.
Es klingt wie Cloe und Patsy und.....Leah, da ist sie also.
Mit schnellen Schritten durchquere ich den Raum und stehe vor der Tür, doch habe ich die leise Befürchtung, dass es dortdrinnen Probleme gibt. Patsy klingt völlig aufgewühlt und weint, Cloe hat scheinbar Mühe sie zu beruhigen.

tbc: Spicy Style

@Ebony* schrieb:
cf: West Coast Coffee Shop

Selbstbewusst wie eh und je bahne ich mir meinen Weg durch die Flure der Mall. Ich komme in der Küche vorbei und besorge mir einige große Mülltüten. Ich werde mein Vorhaben jetzt in die Tat umsetzen. Ob die anderen mitziehen oder nicht. Und nein, ich werde jetzt nicht an jede Tür klopfen und lieb darum bitten, dass mir die anderen helfen. Das wird nur in Diskussionen enden und am Ende bleibt wieder alles beim Alten. Ich schlendere schließlich langsam die Treppe herunter und erreiche den Eingangsbereich. Von den übrigen Mall Rats begegne ich niemandem und es sieht noch genau so zugemüllt aus wie am Tag zuvor. Warum sollten sie auch gerade jetzt etwas getan haben. Der Müll liegt hier doch schon seit Wochen. Entnervt verdrehe ich die Augen. Was für Idioten sie doch alle sind! Wie lange wollt ihr noch hausen wie die Ratten? Wo ist euer Ehrgefühl geblieben?? Ich trete frustriert eine leere Dose aus dem Weg, welche scheppernd über den Boden rollt. „Hey!“, brülle ich wütend und meine zornige Stimme hallt im Eingangsbereich wider. „Wo seid ihr alle verdammt! Ist euch die Mall so egal?!“ Zufällig ist das hier euer zuhause.

Sie werden dich nicht hören. Und selbst wenn, dann werden sie einen Teufel tun und ihre Hintern hierher bewegen. Sie krümmen keinen verdammten Finger, bis Königin Amber wieder da ist. So oder so ähnlich hat es unser Mr. Oberschlau Jack doch gesagt oder?! Es ist so lächerlich. Ich seufze und lasse meine Augen angewidert über die Müllberge huschen. Na gut...irgendwer muss hier ja mal anfangen!, denke ich missgestimmt. Ich fühle mich zwar immer noch schwach und müde durch meine Verletzung. Und es ist sicherlich nicht die beste Idee, jetzt schon wieder mit körperlicher Arbeit zu beginnen. Aber ich habe meinen Stolz. Und ich werde nicht länger in einer zugemüllten, stinkenden Mall hausen. Und am aller wenigsten werde ich wie ein kleines Schoßhündchen auf Amber warten, damit SIE mir sagt, dass hier aufgeräumt werden muss. Die Mülltüten lege ich vorerst beiseite. Ich entdecke einen Besen, der auf dem Boden liegt, hebe diesen fluchend auf und beginne das gröbste erst einmal zusammenzufegen. Glassplitter, Holzreste, Dosen, alles liegt kreuz und quer verstreut. Mein verletzter Arm schmerzt bei jeder Bewegung, doch ich ignoriere es. Ich werde mich jetzt bestimmt nicht ans Bett fesseln lassen, nur weil eine dämliche Bogenschützin sich mal wieder austoben wollte! Oh Gott Ebony, wie tief bist du gesunken. Von der gefürchteten Locos-Chefin zur Putzfrau der Mall Rats. Sie sind mir verdammt nochmal was schuldig!!

@Trudy* schrieb:
cf: Forever New

Als wir die Treppe hinutersteigen, hören wir jemanden lautstark fluchen. Brady schaut mich verwirrt an, doch ich muss nicht lange überlegen, um die Stimme zu identifizieren.
"Hallo Ebony" begrüße ich sie als wir auf der untersten Stufe ankommen und schaue sie aufmerksam an. du solltest dich noch etwas schonen oder meinst du nicht? Du has sehr viel Blut verloren oder? kühl, aber auch besorgt betrachte ich sie und warte darauf, dass sie mich anpampt...so wie immer. Wir konnten uns noch nie leiden, was wohl oder übel daran liegt, dass sie mich damals verraten hat, als sie mich den Choosen auslieferte. Vielleicht auch daran, dass wir beide in Bray verliebt waren und sie versucht hat ihn mir wegzuschnappen. Oder an Jay, mit dem wir das gleiche Problem hatten. Oder auch daran, dass sie die hochschwangere Amber einfach davongejagt und verbannt hat, als sie an die Macht kam. oder damals gemeinsame Sache mit den Technos gemacht hat und uns alle verraten hat. Oder als sie Amber einfach auf dem Eagle Mountain zurückließ und uns weiß gemacht hat, sie sei tot.
Aber sein wir ehrlich, es gibt einfach zu viele Gründe, warum sie niemals meine beste Freundin sein könnte und es würde zu lange dauern, um sie alle aufzuzählen. Aber das waren wohl die Schlimmsten.
Sie sieht wütend aus, aber auch der Schmerz ist ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Der Arm war schlimm verletzt oder ist es immer noch und sie sollte ihn nicht belasten, sonst könnte es vielleicht schlimme Konsequenzen haben.
Brady kuschelt sich an mich, Ebony ist ihr nicht geheuer, dass ist sie mir aber auch nicht unbedingt. Doch versuche ich meinen Ärger ihr gegenüber runterzuschlucken, denn jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für Streitereien - vorallem nicht vor Brady.
Eine Zeit lang beobachte ich sie aufmerksam, denn ich frage mich, warum es sie interessiert wie es in der Mall aussieht. Das macht sie nicht ohne Eigennutz, sie hat etwas vor. Wahrscheinlich will sie Amber vorwerfen was für eine furchtbare Anführerin sie ist, weil sie uns nicht im Griff hat und es hier so aussieht und niemand aufräumt. Ja wahrscheinlich wird sie uns auch wieder vorwerfen, was für Versager wir sind, dass wir ohne Amber überhaupt nicht hinbekommen und wir einfach nur Ratten sind. Eben typisch Ebony.
Aber wenn wir ihr so zuwieder sind, was will sie dann hier?

Ich will gerade weitergehen, als ich meine Meinung ändere.
Schatz, geh doch dort ein bisschen spielen sage ich zu meiner Tochter und deute auf eine kleine Sitzecke neben der Treppe. Sofort geht sie mit der Tasche dorthin und lächelt mir von da noch mal zu.
Langsam, aber mit festen Schritten gehe ich auf Ebony zu, bleibe neben ihr stehen und reiche ihre meine Hand. Gib mir den Besen, ich fege für dich. Dann können wir das zusammengefegte in die Tüten füllen biete ich ihr freundlich an.
Denn in meinem Inneren weiß ich, dass sie recht hat. Wenn wir nicht endlich anfangen hier aufzuräumen, werden wir wohl noch ewig in dieser Müllhalde wohnen. Und das möchte ich mir und Brady nicht weiter zumuten. Gespannt warte ich auf ihre Reaktion.

-
Nach oben Nach unten
Ebony*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 273
Anmeldedatum : 22.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Sa 22 Aug - 21:11

Als ich ein 'Hallo Ebony' vernehme, halte ich kurz in meiner Bewegung inne und schaue langsam mit meinen kalten Augen zur Treppe. Trudy, na wunderbar, die hat mir gerade noch gefehlt, denke ich nur entnervt. Wir sind uns wirklich nicht grün. Und sie ist mir mit ihrer Art schon immer mächtig auf die Nerven gegangen. Wenn sie nicht weiter weiß, drückt sie auf die Tränendrüse oder wird hysterisch. Wobei...besser als nichts oder?! Vorausgesetzt sie wird sich an dem Müll die Fingerchen schmutzig machen wollen. So als würde sie mir zu Hilfe eilen wollen, sieht sie aber nicht aus, vielleicht wollte sie mit Brady einen Spaziergang machen? Und wo ist ihr neuer Lover? „Trudy.“, begrüße ich sie nur kühl. „Ist Ram schon wieder weg?“, kann ich mir die Frage nicht verkneifen und schenke ihr ein zuckersüßes Lächeln. „Wie es scheint hast du dennoch mehr Glück mit den Männern als ich. Meinen Glückwunsch.“ Doch meine Stimme klingt alles andere als gönnerhaft, vielmehr gleichgültig. Wie ich schon zu Kay sagte, gebe ich den beiden nicht mehr als ein paar Monate. Das kann einfach nicht gut gehen. Ich sollte mich besser noch etwas schonen? „Sieh an, du machst dir Sorgen um mich? Wie nett. Aber keine Bange, ich gehe nur ein, wenn ihr mich an mein Bett fesselt.“ Tatsächlich wäre das die reinste Folter. Ich hasse es untätig herumsitzen zu müssen! „Außerdem...war ich bei Kay in den besten Händen. Sie schläft noch, wollte aber bei Zeiten mit dir reden.“

Ich schaue kurz zu Brady, die mich mustert als wäre ich die böse Hexe aus einem ihrer Märchenbücher. Vielleicht hast du gar nicht so unrecht, Süße. Wie sagt man so schön? Kinder können tief in deine Seele blicken?! Ich gebe mir gar nicht erst die Mühe netter zu gucken, um Brady ein besseres Gefühl zu geben. Sie muss lernen, dass es nicht nur gute Menschen auf diesem Planeten gibt. „Na Kleine.“, sage ich also nur kalt zu Martins Tochter und mir entgeht nicht, dass auch Trudy mich misstrauisch mustert. Ich kann es ihr nicht verübeln. Tja, ich mache hier sauber. Weil kein anderer das auf die Reihe bekommt! Trudy wendet sich von mir ab und ich will ihr gerade einen bösen Kommentar entgegenschleudern, als sie auch schon stehen bleibt und sich mir wieder zuwendet. Sie schickt Brady etwas abseits zum spielen und ich runzle nur leicht die Stirn. Was wird das jetzt?! Ich ziehe meine Augenbrauen überrascht hoch, als die junge Frau mit selbstsicheren Schritten auf mich zugeht und mir ihre Hand hinhält. Sie wird fegen? Und wir können den Müll dann in die Tüten packen? „Wow. Ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet du die Courage besitzt, mit mir hier anzupacken.“, kann ich mir einen arroganten Kommentar in ihre Richtung nicht verkneifen, gebe ihr aber den Besen.

„Ich bin...sagen wir mal...positiv überrascht. Ehrlich.“, ich blinzle leicht, nehme mir eine Mülltüte und beginne dann das, was ich bereits zusammengefegt habe, in die Tüte zu räumen. „Vielleicht kannst du mich ja aufklären, Trudy.“, beginne ich und sehe sie an. „Warum sind alle hier so schrecklich lahm geworden? Wo ist der Dienstplan? Wo eure gemeinsamen Sitzungen? Warum lasst ihr das alles so schleifen? Ich hätte nicht gedacht, dass ein paar einfache Rebellen euch so aus dem Konzept bringen können. Wir haben doch schon ganz anderes überstanden.“ Weil wir auf Amber warten, sagt eine treudoofe Stimme in meinem Kopf und ich verdrehe die Augen. Mir wird übel bei dem Gedanken an die neunmalkluge Göre, also mache ich mich weiter daran, den Müll einzusammeln. Widerlich! Das hier ist eine einmalige Sache. Nochmal spiele ich ganz sicher nicht die Putzfrau!
Nach oben Nach unten
Lex*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge : 1113
Anmeldedatum : 15.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 23 Aug - 11:23

cf: Straßen der Stadt

Ich stoße die Tür der Mall auf und betrete dann ziemlich lässig den Eingangsbereich. Auch wenn ich alles andere als herrschaftlich aussehe. Mein zugequollenes Auge, die Schrammen im Gesicht und meine durchnässten Klamotten machen das alles nicht besser. Hier sieht es noch genauso zugemüllt aus, wie zu dem Zeitpunkt, als ich aufbrach um Lebensmittel zu besorgen. Nanu?! Hat Amber ihre Schäfchen nicht mehr im Griff oder was ist hier los? Wirklich interessant. Doch nicht nur der ganze Müll überrascht mich. Auch die beiden Hauptakteure hier im Eingangsbereich geben ein seltsames Bild ab. Mein Blick wandert zuerst zu Ebony, die gerade dabei ist den Müll in eine Tüte zu räumen. Selbst dabei machst du eine gute Figur, Schätzchen! Dann mustere ich Trudy, die alles zusammenfegt. Unsere verherte Mutter macht sich die Hände schmutzig? Geschehen doch noch Zeichen und Wunder? Was wird das hier?! Trudy und Ebony als kleine Putzteufelchen, warum nicht. "Na, habt ihr mich vermisst?", ist alles was ich zur Begrüßung sage. „Wer hat euch beide denn zu sozialer Arbeit verdonnert?“, frage ich arrogant. Ich werde einen Teufel tun und den beiden nun um den Hals fallen. Ebony und ich, wir sind...ja was...Geschäftspartner? Und Trudy...das ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Ich traue ihr nicht über den Weg. Sie kann ziemlich hinterlistig sein, wenn sie denn will. Eine falsche Schlange nennt man sowas auch. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie sie uns alle an der Nase herumgeführt hat, als sie auf diesen Chosen-Quatsch abgefahren ist.

Der Guardian blitzt für einen kurzen Moment vor meinem inneren Auge auf, doch ich verbanne ihn schnell wieder aus meinen Gedanken. Bis heute habe ich nicht begriffen, warum Tai-San sich als sein Mütterchen aufspielen musste. Ich bin ihr Mann. Da sollte sie doch all ihre Energie für mich aufsparen oder?! Immerhin ist der Penner jetzt weg. Hoffentlich vergammelt er irgendwo im Wald. „Sollt ihr dadurch ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und euch in Zukunft lieb haben?“ Ich schlendere auf die beiden zu und grinse schelmisch. „Sieht heiß aus, macht nur weiter so. Scheinbar ist es dringend nötig, dass hier mal was getan wird.“ In einer kleinen Nische spielt Brady, doch ich wende schnell meinen Blick ab. Kinder sind für mich momentan kein gutes Thema. Stattdessen schaue ich kurz zur Treppe und Verunsicherung blitzt in meinen Augen auf, doch ich versuche mir diese nicht anmerken zu lassen. Am liebsten würde ich nun sofort zu Tai-Sans Zimmer stürmen, nur um endlich zu wissen, dass es ihr gut geht. Doch ich muss mich zusammenreißen.

Ich lehne mich also an eine Wand und beobachte die beiden Ladys eine Weile. „Sagt mal...“, versuche ich betont gleichgültig die Lage abzuchecken. „Gibts was neues? Ich meine...ist irgendwas passiert, das ich wissen sollte?“, mein Blick wandert noch einmal zur Treppe, fast als würde ich hoffen, dass Tai-San nun herunterkommt. Ja klar, sie stürmt dir jetzt in die Arme! Wie dumm bist du eigentlich Lex, sie wird verdammt sauer sein! Ich werde den beiden eifrigen Damen garantiert nicht brühwarm auftischen, weshalb ich wochenlang verschwunden war. Ich muss vor ihnen keine Rechenschaft ablegen und es geht sie verdammt nochmal nichts an. „Ist...Tai-san da?“, frage ich dann, runzle leicht die Stirn und sehe von Ebony zu Trudy. Sieh doch selbst nach! Aber ich habe keine Lust auf unschöne Überraschungen. Dann lieber vorgewarnt sein. Außerdem sollte ich mich vorher umziehen und mich etwas zurecht machen. Nervös tippe ich mit dem Fuß auf dem Boden herum. Ja, das wäre besser. Sie soll mich so nicht sehen, sonst...hält sie mich noch für einen Versager. Ich werde mich also umziehen und dann zu ihr gehen. Das ist überhaupt nicht schwer. Ganz easy. Und was ich ihr sage...das fällt mir dann sicher spontan ein.
Nach oben Nach unten
Trudy*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 1112
Anmeldedatum : 02.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Mo 24 Aug - 18:35

In ihrer gewohnten Art begrüßt mich Ebony und ich sah ihr deutlich an, wie wenig sie sich über meine Anwenseheit freute. Mir ging es genauso, doch wusste ich auch, dass wir uns in irgendeiner Art und Weise auf einander verlassen konnten, wenn es hart auf hart kommt. Wir waren gerade dann immer Präsent und konnten für die kurze Zeit unseren gegenseitigen Ärger runterschlucken. So wie jetzt auch. Wir mochten uns nicht und das würde sich wohl nie ändern, andererseits wussten wir auch, dass wir immer irgendwie verbunden sind. Eigentlich sind wir uns sogar relativ ähnlich - für die Menschen, die wir lieben, würden wir über Leichen gehen. Nur mit dem Unterschied, dass dieser Mensch bei Ebony sie selbst ist.
"Ram ist schon vor einer Weile gegangen" antworte ich leicht reserviert, denn ich wüsste nicht, was sie mein Liebesleben angeht und auf ihre folgenden Worte, antworte ich gar nichts, sondern musstere sie nur.
Eigentlich tut sie mir leid, es ist nicht gut immer so behandelt zu werden wie sie, sie hatte bisher nie Glück mit Männern. Doch, dass das an ihrer Art liegt, würde sie wahrscheinlich niemals einsehen wollen.
Du müsstest mittlerweile wissen, dass ich mir um jeden Sorgen machen kann, Ebony. Wir kennen uns immerhin schon lange genug und du warst bzw. bist stark verwundet sage ich sachlich, aber in meinem Unterton schwingt etwas fürsorgliches mit, was ich nicht unterdrücken kann. Als sie dann über Kay spricht, schnürt sich mir die Kehle zu und ich sage darauf nichts.
Sie betrachtet meine Tochter und sie verstellt sich dabei nicht, gibt sich keine Mühe nett zu tun. Aber das würde mich auch sehr wundern und vielleicht ist dieses Verhalten auch gerade gut - so lernt Brady, dass nicht alle Mensche gut sind. Dann wendet sie sich an sie, sofort versteckt Brady sich schutzsuchend hinter mir und ich funkel die Dunkle böse an.
"Du würdest dich wundern...." antworte ich eisig und füge dann hinzu "immerhin ist dies auch mein Zuhause, auch wenn ich mir manchmal etwas anderes wünsche." Nachdem ich diese Worte ausgesprochen habe, weiß ich schon gleich, dass ich damit zu viel von mir preisgegeben habe. Aber nun ist es zu spät.
Ich nehme den Besen entgegen und fange an zu fegen, als sie mich mit Fragen löchert, auf die ich zum Teil selber keine Antworten weiß.
"Weißt du, alles ändert sich und es gibt Zeiten, wo ich für meinen Teil einfach keine Lust mehr habe zu Kämpfen und meine Kraft für sowas zu vergeuden sage ich und deute auf den ganzen Müll und die Zerstörung. "Du hast vieles gar nicht mitbekommen, aber es waren nicht nur diese Anschläge, die uns Mall Rats zu schaffen machen" spreche ich vage weiter.
Ich bin mir nicht sicher, wie viel sie vor ihrem Aufbruch von dem ganzen Chaos hier mitbekommen hat. Was Nick und seine Schergen einigen Mädchen hier angetan hat und ich habe nun nicht unbedingt Lust sie darüber aufzuklären. Wir werden in unserer Unterhaltung unterbrochen, als ein ziemlich lädierter Lex in die Eingangshalle stolziert kommt, wobei man in seiner Verfassung nicht von stolzieren sprechen kann. Ein Auge ist zugeschwollen und Kratzer bedecken sein Gesicht, die Haare hängen ihm strähnig ins Gesicht und er ist klatsch nass. Mir entgeht nicht sein suchender Blick, doch Tai-San habe ich schon länger nicht mehr gesehen, ich weiß nicht, ob sie überhaupt hier ist. Es würde mich wundern.....
"Hallo Lex" antworte ich und verdrehe die Augen bei seiner blöden Frage. "Du kannst uns gerne helfen und zeigen wie stark du bist. Immerhin warst du lange genug nicht hier" antworte ich spitz, dabei kneife ich die Augen zusammen, mein Mund verzieht sich zu seinem Schlitz.
Er spielt sich auf wie immer, der totale Macho, der alles angräbt, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
Langsam schlendert er auf uns zu und lehnt sich dann an die Wand, sein immer noch suchender Blick entgeht mir dabei nicht. Als er fragt, ob es etwas Neues gibt und wir wissen, wo Tai-San ist, huscht mein Blick zu Ebony.
"Nein immer noch das gleiche Chaos und bei dir?" Sieht aus als hättest du mehr zu erzählen" ich kann mir ein schmunzeln nicht verkneifen. Wie immer hat er sich in Schwierigkeiten gebracht und tut dann bei seiner Rückkehr so als wäre nicht gewesen.
"Ich weiß nicht, ob sie da ist. Aber vielleicht solltest du dann in ihrem Zimmer schauen, wenn du wissen willst wie es ihr geht...." ich kann einfach nicht glauben, das er so tut als wäre nichts. Er hat seine Schwangere Frau einfach im Stich gelassen und ist geflüchtet, mit der Ausrede Lebenesmittel zu besorgen. Aber natürlich hat er nun keine dabei.
Wahrscheinlich hat er sich in irgendeiner Bar herumgetrieben, wo er dann angeeckt ist und dafür ordentlich in die Magel genommen wurde.

-
Nach oben Nach unten
Ebony*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 273
Anmeldedatum : 22.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 25 Aug - 21:29

Ram ist also schon eine ganze Weile weg? Trudy wirkt distanziert, als sie mir antwortet. Doch ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass sie mir nun ihre intimsten Geheimnisse offenbart. „Kein Wunder.“, sage ich daraufhin nur unterkühlt. „Es würde mich sehr wundern, wenn er in nächster Zeit noch einmal hier auftaucht.“, ich werfe der anderen Mall Rat einen vielsagenden Blick zu. Immerhin war die Stimmung gestern mehr als nur aufgeheizt. Die Mall Rats machen eben immer den gleichen Fehler. Sie vergeben nie. Egal was du in deinem Leben unmoralisches getan hast...es wird immer und immer wieder aufgewärmt und dir in den passenden Situationen unter die Nase gerieben. Es ist lächerlich. Sie macht sich um jeden Sorgen und wir kennen uns schon lange? „Dann solltest du wissen, dass mich so ein kleiner Kratzer nicht unterkriegen kann Trudy.“, sage ich selbstbewusst. „Ich bin eine Kriegerin, da ist das hier.“, ich nicke auf den Verband an meinem Arm. „Alltag. Nichts weltbewegendes also.“ Ich spreche kurz Kay an, doch Trudy scheint das Thema nicht zu behagen und ich werde einen Teufel tun und mich in die Angelegenheiten der beiden einmischen. Als ich Brady anspreche, versteckt diese sich sofort hinter ihrer Mutter. Wenn du wüsstest, dass dein Papa und ich uns mal ziemlich nahe standen, Süße...!

Trudy sieht mich böse an, als ich ihr sage, dass ich von ihr nicht so viel Einsatz erwartet hätte. Die Mall ist ihr zuhause auch wenn sie sich manchmal etwas anderes wünscht? Ich runzle leicht die Stirn. „Wie meinst du das?“, hake ich nachdenklich nach. „Du denkst darüber nach wegzugehen? Ernsthaft? Wo sollte es schon besser sein, es herrscht doch überall das gleiche Chaos.“ Halt die Klappe Ebony. Das klingt so als willst du sie hier behalten. Wenn sie gehen will, soll sie das tun. Das sind zwei nervtötende Leute weniger, die nach Essen verlangen. Doch ihre Aussage überrascht mich. Trudy wirkte nie wie jemand, der gerne viel riskierte, immerhin hat sie auch noch die Verantwortung für das Kind. Oder vermisst sie ihren Bray?? Bei diesem Gedanken verengen sich meine Augen leicht. Bray. Ob sie weiß, wo er sich aufhält? Vielleicht sollte ich sie besser im Auge behalten. Ja...sie weiß sicher mehr! Trudy nimmt mir den Besen aus der Hand und macht sich an die Arbeit. Ich werfe den Müll in die Tüten, die sich schnell füllen. Trudy erklärt mir, dass sie einfach nicht mehr die Kraft hat, sich ständig gegen das ganze Chaos zu stemmen. Außerdem ist noch so viel mehr passiert, was dem Tribe zu schaffen macht. Hellhörig geworden sehe ich sie an.

„Achja? Na dann klär mich auf. Ich bin eine gute Zuhörerin.“, sage ich gespielt freundlich. Mein Blick fällt zur Eingangstür als diese ziemlich abrupt aufgestoßen wird. Lex?! Ich hebe überrascht meine Augenbrauen an. „Na sieh an, ein weiteres verlorenes Schäfchen kehrt zu seiner Herde zurück.“, säusele ich arrogant und mustere ihn. Er sieht wirklich ziemlich lädiert aus, aber bei ihm wundert mich schon lange nichts mehr. Ob wir ihn vermisst haben? Soziale Arbeit? Bei seinen weiteren blöden Kommentaren verdrehe ich ebenfalls nur die Augen. Trudy erklärt ihm, dass er gerne mit anpacken kann und fordert ihn dazu auf, zu erzählen, was ihm widerfahren ist. Das...würde mich auch interessieren. Mal wieder mit dem Feuer gespielt und dich verbrannt?! Auf seine Frage wo Tai-San ist entgnet Trudy, dass sie keine Ahnung hat. „Oh, aber ich weiß zufällig, dass sie da ist. Und wenn du bisher noch keine plausible Erklärung für dein Wegbleiben hast, dann denk dir spätestens jetzt was gutes aus. Ansonsten wird sie dir nämlich den Kopf abreißen, so wie sie drauf ist." Bisher hat sie ihre Zickereien an den falschen ausgelassen. Nämlich an mir! Ich blinzele ihn an. „Viel Spaß und...grüß sie ganz freundlich von mir ja?“ Die blöde Kuh wollte mir ernsthaft erzählen, dass ich keine Mall Rat bin. Aber nicht mit mir, Süße! Zu gerne würde ich jetzt bei den beiden Mäuschen spielen. Ich liebe emotional aufgeladene Dramen!
Nach oben Nach unten
Lex*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge : 1113
Anmeldedatum : 15.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 25 Aug - 22:20

Trudy begrüßt mich knapp und verdreht bei meinen Kommentaren, ebenso wie Ebony, die Augen. Sie sind also noch genau so unentspannt wie immer! Wenigstens das ändert sich nie. Mein Blick fällt zu Ebony, als sie etwas davon schwafelt, dass noch ein verlorenes Schäfchen zur Herde zurückgefunden hat. „Tja, weißt du...ich konnte euch doch nicht einfach zurücklassen. Was seid ihr schon ohne den guten, alten Lex. Hilflos? Verängstigt?“, ich hebe gespielt arrogant meine Augenbrauen an. „Sag jetzt nichts, Ebony. Ich weiß, dass du mich vermisst hast.“ Ich kann gerne beim Aufräumen helfen und zeigen wie stark ich bin? Ich grinse Trudy schelmisch an. „Soll das ein Witz sein? Wenn ich mich recht erinnere, ist putzen immer noch Frauensache. Und ihr beide macht das wirklich spitze, also...sehe ich keinen Grund mich da einzumischen.“ Ihren missgestimmten Blick lasse ich an mir abprallen. Soll sie wen anders herumkommandieren. Jay vielleicht oder...wen auch immer sie sich mittlerweile geangelt hat. Ich stehe jedenfalls nicht auf ihre Zickereien. Ich war schließlich lange genug weg? Ich mustere Trudy ernst. Soll das jetzt ein Vorwurf sein? Ich weiß verdammt nochmal selber, dass es ein Fehler war, Tai-San überhaupt allein zu lassen! „Mag sein, aber ich hatte meine Gründe.“, entgegne ich also reserviert.

Mehr habe ich den beiden Tratschtanten nicht zu sagen. Wenn ich auch nur ein Wörtchen zu dem sage, was wirklich passiert ist, wissen es morgen alle. So läuft das doch immer bei den Weibern. Weiß es eine, wissen es alle. Ich lehne mich an eine Wand und beobachte die beiden eine Weile. Ob Ryan da ist? Ich brauche dringend irgendjemanden zum quatschen, der nicht weiblich ist. Als ich vorsichtig nachhake, ob es denn was neues gibt, erklärt Trudy mir nur, dass immernoch das gleiche Chaos herrscht. Ernsthaft? Und was ist mit Amber? Sie liebt es doch, sich wie die Retterin der Menschheit aufzuspielen, wenn was schiefgeht. Ich hab mehr zu erzählen? „Ich werde jetzt nicht mit meinen Heldentaten vor euch prahlen. Und von der Arbeit abhalten will ich euch auch nicht.“, sage ich also nur ausweichend. Das hätte sie wohl gern. Trudy weiß nicht ob Tai-San da ist? Heißt das sie vergräbt sich in ihrem Zimmer oder was?! Ein absolut ungutes Gefühl beschleicht mich und ich knabbere missmutig auf meiner Unterlipppe herum. Ebony schaltet sich ein und offenbart mir das, was ich schon befürchtet habe. Sie wird mir den Kopf abreißen?

„Okay...du übertreibst. Oder?“, frage ich verunsichert nach. Hey, glaub Ebony kein Wort. Sie übertreibt immer! Sie liebt es Terror zu verbreiten! Ich mache nur eine abwinkende Handbewegung, als sie sagt ich soll Tai-San nett grüßen. Trudy schlägt stattdessen vor, dass ich einfach nachsehen soll. Ich sehe die junge Mutter an. „Nachsehen? Ja...klar...nichts leichter als das.“, sage ich nachdenklich und sehe zur Treppe. Jetzt mach! Ein aufgeregtes Flattern huscht durch meinen Magen oder...ist es doch eher Übelkeit durch die Schläge dieser Bastarde? „Tja..dann werd ich mal...“, stammele ich nervös weiter und stoße mich mit dem Fuß von der Wand an. „Aber denkt dran, der gute Lex kommt später nachsehen ob ihr auch alles gründlich gereinigt habt.“, ich zwinkere den beiden zu, um meine Unsicherheit zu überspielen und gehe dann die Treppe hoch. Als ich den beiden den Rücken zugekehrt habe, atme ich einmal tief durch und laufe dann durch den Flur. Sie ist jetzt so nah. Nur wenige Schritte von mir entfernt. Wenn du wüsstest, wie sehr ich dich vermisst habe. Jeden verdammten Tag habe ich an dich gedacht. Glaubst du wirklich ich hätte dich im Stich gelassen?! Nach allem, was wir zusammen durchgestanden haben? Doch ich steuere zuerst auf mein Zimmer zu. Ich muss mich umziehen, meine Gedanken sammeln...mich vorbereiten. Hattest du dafür nicht genug Zeit? Ich öffne langsam die Tür zum Fitnesscenter und trete ein.

tbc: Fitnesscenter
Nach oben Nach unten
Trudy*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 1112
Anmeldedatum : 02.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Fr 28 Aug - 18:41

Das befürchte ich auch murmle ich traurig vor mich hin. Dabei haben wir doch alle unsere Fehler, die uns irgendwann mal fast zum abstürzen gebracht haben. Uns wurden sie verziehen, zumindest oberflächlich....es holt uns auch immer wieder ein stimmts Ebony? sage ich ruhig an sie gerichtet. Denn wer wüsste besser als wir beide, in welcher Situation Ram nun hier sein wird. Alle hassen ihn und möchten ihm unter keinen Umständen für sein Handeln damals verzeihen. Das wird ein steiniger Weg. Bei dem Gedanken daran wird mein Gesicht traurig, ich möchte nicht das sie ihn so behandeln wie mich damals oder Ebony immer. Jeder macht Fehler und handelt so, wie er es für richtig hält. Einige sogar ohne Rücksicht auf Verluste. Ich möchte nicht länger wütend auf Ebony sein, zwar weiß man bei ihr nie woran man ist. Doch sollte man sie trotzdem normal behandeln, wir haben schon so viel zusammen durchgestanden und ich möchte ihr eine Chance geben. Auch wenn ich es später vielleicht bereuen könnte. Aber dieses Leben in ständiger Angst und Furcht muss endlich ein Ende haben und wir sollten einander mehr vertrauen.
Ja das stimmt, du lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Das bewundere ich manchmal sehr an dir, Ebony. Auch wenn wir sehr unterschiedlich sind und wir viele Sachen am anderen furchtbar finden, das bewundere ich an dir sage ich ernst, mit einem Lächeln im Gesicht. Denn es ist die Wahrheit, sie ist stark und das beneide ich. Auch wenn sie manchmal den Bogen überspannt.
Nachdem hier alles drunter und drüber ging und kein Ausweg ins Sicht, hatte ich überlegt die Stadt zu verlassen. Wegen Brady weißt du. Diese ständige Angst war für sie fast unerträglich, sie hatte furchtbare Albträume und ich wollte ihr das nicht länger zumuten erkläre ich ihr offen, ich bin es leid Geheimnisse zu haben. Besonders vor den eigenen Tribemitgliedern, wir sind doch sowas wie eine Familie, das Einzige was wir in dieser Welt noch haben. Daher ziehe ich nun die Ehrlichkeit vor und ich will gerade etwas erwiedern, als Lex herein kommt. Ebony begrüßt ihn ebenso genervt wie ich, aber es schwingt eine Spur Freude mit. Wahrscheinlich weil sie ebenso ahnt wie ich, dass er es erst noch schwer haben wird, wenn er auf Tai-San trifft. Die Dunkelhaarige erzählt ihm allerdings zu meiner Verwunderung, dass sie weiß das Tai-San hier in der Mall und wahrscheinlich in ihrem Zimmer ist. Verblüfft schaue ich sie an, passt sie etwa auf uns auf? So merkwürdig wie das auch sein mag, sie hat immer ein Auge auf uns.
Lex erwiedert noch einige arrogante Dinge, wie immer eben und ich versuche mich nicht zu sehr darüber aufzuregen. Doch entgeht mir nicht, wie sich sein Blick und seine Körperhaltung ändert, als sein Blick zu Brady wandert. Das steht dir auch bald bevor denke ich und ich bekomme das Bild nicht aus dem Kopf - Lex mit seinem Baby auf dem Arm. Gedanklich schüttel ich den Kopf und muss schmunzeln.
Er hat überall Blutergüsse und ist klatschnass, es scheint wie aus Eimern zu regnen draußen.
Meine Gedanken huschen zu Ram, ich vermisse ihn so sehr und will mich auf den Weg zu ihm machen sobald wir hier fertig sind mit aufräumen. Doch das kann sicherlich noch Stunden dauern.
Ich versuche mich wieder auf die Anwesenden zu konzentrieren. Lex macht sich nun auf den Weg nach oben und ich schaue wieder zu Ebony, als sie ihm sagt, das seine Frau ihm sicher den Kopf abreißen wird und er sie grüßen soll.
Den wird nichts Gutes erwarten, wenn er bei Tai-San ankommt...die letzten Tage, wo ich sie gesehen habe, sah sie schlecht aus...aber ich muss dazu sagen, dass das schon einige Zeit her ist.... sage ich nüchtern zu ihr und fege weiter.

-
Nach oben Nach unten
Ebony*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 273
Anmeldedatum : 22.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   So 30 Aug - 23:05

Trudy befürchtet ebenso, dass Ram sich hier so schnell nicht mehr blicken lässt? Ich bin gerade dabei, den ersten Müllbeutel zuzubinden, werfe diesen dann in eine Ecke des Eingangsbereichs. Erst als Trudy weiter spricht, halte ich inne und sehe sie mit meinen dunklen Augen an. Sie wirkt ziemlich niedergeschlagen. Was muss sie sich auch ausgerechnet Ram aussuchen? Den vermutlich meistgehassten Typen der Stadt?! Mich würde wirklich brennend interessieren, wie ausgerechnet die beiden zueinander gefunden haben. Uns wurden unsere Fehler zumindest oberflächlich verziehen? Ich ziehe kurz meine Augenbrauen hoch. „Dir vielleicht. Ich werde auf ewig die böse Hexe der Mall  Rats bleiben.“, sage ich betont gleichgültig. Bray hat mich immer gehasst. Er hat mir nie die Chance gegeben, ihm eine positivere Seite von mir zu zeigen. Noch immer schmerzt die Erinnerung daran, wie er mich ausgelacht hat, als ich ihm meine ehrlichen Gefühle offenbarte. Er hätte mir genauso gut mit einem Messer direkt ins Herz stechen können. Aber nein...eine Ebony hat keine Gefühle. Eine Ebony kann man wie Dreck behandeln, dass steht sie schon durch. „Aber wie heißt es so schön? Ist der Ruf erst runiert...?!“, ein arrogantes Lächeln huscht über meine Lippen. „Es hat alles seine Vor und Nachteile Trudy.“

Doch ich denke noch ein wenig über ihr Gesagtes nach und rufe mir das Gespräch mit Kay in Erinnerung. „Die Leute da draußen brauchen jemanden, den sie hassen können. Sie haben schreckliche Verluste erlitten, über die sie wohl nie hinwegkommen werden. Da ist es nur natürlich, dass sie ihre Trauer, ihren Hass und ihre Wut auf jemanden speziellen lenken müssen. Wie sollen sie sonst damit umgehen?“ Ich mustere Trudy. „Ob dein Freund all diese Morde tatsächlich selbst begangen oder in Auftrag gegeben hat...oder nicht, ist da zweitrangig. Aber glaub mir...Ram wäre nicht Ram, könnte er mit dieser Situation nicht umgehen. Hört einfach auf euch zu rechtfertigen. In dieser Welt sind viele schreckliche Dinge passiert. Niemals ist nur ein einzelner Mensch daran Schuld.“ Sie bewundert an mir, dass ich mich nicht so leicht unterkriegen lasse? Schließlich lächelt sie mich sogar ungezwungen an. Was ist denn jetzt los? Ich runzle nur verwundert meine Stirn, bin aber zu perplex, als das ich irgendetwas darauf erwidern könnte. Schnell nehme ich eine neue Mülltüte und fahre mit der Arbeit fort. Will sie mit dem Lob etwas bezwecken? Hab ich irgendwas nicht mitbekommen? Trudy wollte also wegen Brady die Stadt verlassen. „Ja, verstehe. Aber glaubst du wirklich, dass du ihr die Angst nehmen kannst, wenn du sie aus ihrem vertrauten Umfeld herausreißt?"

Im Grunde geht es mich nichts an und ich kann Kinder absolut nicht ausstehen. Als Lex so unerwartet auftaucht, ist es irgendwie schön ihn wiederzusehen. Immerhin habe ich in ihm oft einen Verbündeten gefunden. Er hasst Ambers Anführergetue ebenso wie ich und traut sich den Mund aufzumachen, wenn ihm etwas nicht passt. Und das ist eine Eigenschaft, die nur noch wenige besitzen! Als er arrogant sagt, dass ich ihn sicher vermisst habe, verdrehe ich nur die Augen. „Wovon träumst du Nachts, Lex...?“, frage ich arrogant. Es wundert mich nicht, dass er sich weigert uns bei der Drecksarbeit zu helfen. „Okay, für heute bist du aus deiner Verantwortung entlassen.“, sage ich kühl. „Immerhin wird es Zeit, dass du dich mal um deine Frau kümmerst. Aber morgen...wirst du mithelfen, klar?!“ Seine Miene verfinstert sich etwas, doch er weiß, dass ich Mittel und Wege finden werde um ihn einzuspannen! Ob ich wegen Tai-San übertreibe? „Nein, ich habe ihre Krallen heute schon zu spüren bekommen...schätze jetzt bist du dran.“ Lex wirkt plötzlich ziemlich unsicher, stammelt etwas und geht dann die Treppen hinauf. Ich sehe ihm nach und ein leichtes Schmunzeln huscht über meine Lippen. Interessant, wie aus einem Supermacho plötzlich ein Schoßhündchen werden kann. Trudy meint, Tai-San hätte die letzte Zeit schlecht ausgesehen. Ich zucke nur mit den Schultern und ich mache weiter mit meiner Arbeit. Tai-San und ich sind wirklich keine Freundinnen, das hat sie mir gestern eindeutig bewiesen. „Also...wo waren wir stehengeblieben?“, frage ich betont harmlos. „Achja...du wolltest mir erzählen, was hier außer den Überfällen passiert ist, richtig?“
Nach oben Nach unten
Trudy*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 1112
Anmeldedatum : 02.09.13

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Eingangsbereich   Di 1 Sep - 18:35

Ich weiß nicht, ob man mir die Sache damals mit den Choosen jemals richtig verziehen hat. Ich bezweifle es, aber kann ich es nicht mehr ändern. Ich wollte nur Brady beschützen und hatte keine Wahl. Warum ich ihr das erzähle, weiß ich nicht wirklich. Wahrscheinlich einfach, weil wir uns schon so lange kennen, mittlerweile über 5 Jahre und ziemlich viel zusammen durchgemacht haben.
Mit einem arroganten Lächeln sagt sie mir dann dieses alte Sprichwort und erklärt, dass alles Vor- und Nachteile hat. "Ich halte nichts von Sprichwörtern und würde mich ungern mit diesem identifizieren" sage ich dann ebenfalls etwas arroganter als geplant. Doch finde ich es einfach unpassend, man sollte sich nie mit etwas begügen was schlecht ist und gerade Ebony müsste das genauso sehen. Aber vielleicht sieht sie darin gerade ihren Vorteil, die Menschen denken nichts positive über sie und wenn sie mal wieder einen "Tiefpunkt" erreicht und uns verrät, dann rechnet man insgeheim mit nichts anderem. Doch daran ist nichts positiv, es ist furchtbar!
Wir kommen wieder auf Ram zu sprechen und sie sagt etwas, dass mir wirklich zu denken gibt und eine Erklärung für das alles IST, dass weiß ich leider, auch wenn ich es nicht zugeben möchte. Sie werden Ram niemals ohne Probleme betrachten, ohne seinen schlimmen Taten und das ist so unglaublich unfair! "Du kannst ja richtig weise sein Ebony sage ich verwundert, aber auch anerkennend und freundlich.
Wut schäumt in mir hoch, nicht auf Ebony sondern die Menschen dadrausen, denn ich möchte einfach nicht akzeptieren, dass sie ihm an allem die Schuld geben. Allerdings befürchte ich, dass wir genau das schon so fot getan haben. Wegen den Locos, den Demon Dogs, den Choosen oder wen es nocht so gibt.
Doch werde ich dann von Lex Anwesenheit in meinen Gedanken unterbrochen. Ebony führt eine kleine, naja wie soll ich sagen, Diskussion? Nein, einen Schlagabtausch, trifft es besser, mit ihm und ich würde sagen, sie gewinnt. Denn als Lex hört, dass Tai-San sicherlich nicht gut auf ihn zu sprechen sein wird, sieht er ziemlich....verängstigt aus, was ich durchaus komisch finde. Es geschieht ihm recht, er sollte besser vorher überlegen was er tut und mit Tai-San hat er einen sehr mächtigen "Gegner" gegen sich. Mit ihr ist nicht unbedingt gut Kirschen essen, wenn sie wütend ist.
Als er dann unsicher die Treppe hochsteigt, kann ich mir ein Lachen nicht verkneifen.
Mittlerweile hat Ebony schon einen ganzen Sack gefüllt und ich habe das Gefühl, die Arbeit wird noch ziemlich lange dauern. Ich fege einfach weiter den Müll zusammen, damit wir vielleicht doch bald fertig sind - zumindest für heute. Als Ebony dann das Gespräch wieder aufs eigentliche Thema bringen. Ich höre kurz auf zu fegen und mustere Ebony eingehend, ich bin nicht sicher wie viel sie eigentlich mitbekommen hat und vorallem, wie viel ich preisgeben sollte.
Nun ja, vor einigen Wochen kamen weitere unschöne Dinge über die Technos zum Vorschein. Denn als Ram in ein paar anderen Städten unterwegs war, haben einige schwarze Schafe unter ihnen.... ich ringe nach den richtige Worte, ich möchte ihr nicht von Tai-San, Katniss oder Sally erzählen, aber wie bekomme ich das hin?
"Diese Jungs haben Mädchen gekiddnept, gefangen gehalten und sie.....gefoltert und ihre Versuche an ihnen gemacht...." sage ich dann ernst und ziemlich erschüttert, denn immer noch macht mir diese Vorstellung Angst. Ich durchforschen Ebonys Gesicht nach Regungen, Anzeichen dafür, dass sie weiß wovon ich spreche und schaue dann zu meiner Tochter.
Sie kann mich zwar nicht hören, dafür ist sie zu weit weg und auch zu vertieft ins Spielen, doch ist sie trotzdem anwesend und das macht es umso schwiriger für mich.
"Ram wusste nichts davon und hat sie, als es rauskam, sofort eingespeert. Doch einer konnte flüchten und hält sich nun versteckt. Er weiß wo, doch es ist komplizierte als ich befürchte, denn er sagt mir nicht wo oder kommt so einfach an ihn heran" erzähle ich ihr die ganze Geschichte in Kurzform und ohne Namen zu nennen. Ich bezweifle dass sie das so stehen lassen wird, doch werde ich sie nicht verraten.

-
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Eingangsbereich   

Nach oben Nach unten
 
Eingangsbereich
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Eingangsbereich

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
The Tribe Forum, Community, Serie | thetribecommunity.com :: ~ ♥ ~ THEMENRÜCKBLICK 2012, 2013, 2014, 2015 ~ ♥ ~ :: Innenstadt :: Sylvia Park :: Erdgeschoss-
Gehe zu: