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 Heart Chamber of Sacre Coeur

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BeitragThema: Heart Chamber of Sacre Coeur   Fr 30 Jan - 0:06

In der Chamber of Sacre Coeur gibt es ein großes weißes Himmelbett. Die Wandfarbe ist ein zartes Rot, das von kräftiger gefärbten Ornamenten geziert wird. An der Decke befindet sich ein Gemälde, das ein biologisches Herz in der Mitte darstellt, um das sich Engel in Scharen aus grellen Strahlen versammeln.
Durch große Fenster, die bis zum Boden reichen, kommt man auf einen Rundbalkon, von dem aus man einen ziemlich guten Blick auf das Meer hat. Im Zimmer befinden sich zudem noch ein cremeweißer großer Kleiderschrank mit Spiegeltüren, der mehrere Meter der Wand einnimmt, ein aufwendig gestalteter weißer Holzschreibtisch und ein dazu passender Holzstuhl.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Fr 30 Jan - 0:20

Ich liege auf meinem weichen Bett und werfe einen goldenen Flummi immer wieder an die Wand, die sich seitlich von mir befindet. Er gibt ein klopfendes Geräusch von sich, wenn er auf dem Widerstand antrifft und es ist nicht so leicht, ihn so zu werfen, um ihn wieder richtig auffangen zu können. In Meinen Bewegungen liegt Ungeduld. Denn ich will endlich handeln. Wir sind erst vor ein paar Tagen ins das Schloss hier gekommen. Und ich muss zugeben, von den Residenzen, die wir alle schon bewohnt haben - denn mit mittelmäßigen Sachen, die nicht ansatzweise an Luxus grenzten, gab sich Charmaine, die Gründerin des Tribes, niemals zufrieden, darum hatten wir südlich von Auckland garantiert im Großteil aller prächtigen Gebäude gelebt, die es auf der Insel gab - war das Swan Sea Castle eine der schönsten. Den Namen fand ich zudem sehr originell, denn er sollte wohl ein Wortspiel zwischen Schwanensee und dem Meer werden, was man in Englisch ganz gut kombinieren konnte, mochte man die Bezeichnung anfangs auch für einen grammatikalischen Fehler halten. Der Blick auf den Ozean war von dem zweiten Stock hier oben auf dem großen Hügel jedoch in der Tat atemberaubend schön.
Trotz allem konnte ich es kaum erwarten, die Freigabe für die Aktion zu bekommen, um in diese Stadt einfallen und endlich was erleben zu können. Ich wollte die Leute dort überraschen, ehe sie etwas herausfinden konnten, auch wenn wir natürlich alles daran setzten, unentdeckt zu bleiben, bis die Eroberung vollzogen war. Danach würde uns ohnehin jeder kennen, wenn nicht würde es den restlichen leid tun.
Aber Charmaine will sich noch ein bisschen Zeit lassen, sich hier einleben und ihren Plan noch etwas mehr ausklügeln. Manchmal scheint das auch ganz ratsam zu sein, der letzte große Coup, in dem wir es mit einer größeren Gruppe oder gar einer Stadt aufgenommen hatten ist aber schon so lange her, dass allein beim Gedanken an den Spaß, der uns erwartet, alles in mir kribbelt. Ich liebe das Adrenalin, das bei so Aktionen durch meinen Körper strömt. Doch bis es diesmal richtig aufkommen kann, muss ich mich wohl noch etwas gedulden.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Sa 14 Feb - 15:50

Mein Magenknurren, das immer lauter wird, egal wie sehr ich es ignoriere, bringt mich aus der Fassung und ich werfe den Ball ein letztes Mal zur Wand, fange ihn aber nicht mehr auf, sondern lasse ihn auf den Boden prallen und erhebe mich. Die Köchinnen haben hoffentlich schon für etwas Gutes zum Essen gesorgt, ansonsten hätte man aber wohl auch schon Charmaines Gemecker durch die Hallen des Schlosses echoen hören. Den ganzen Tag über war es bisher aber ziemlich ruhig. Die Aktion würde hier wirklich Schwung reinbringen. Ich strecke mich ausgiebig, werfe noch einen unabdingbaren Blick in den Spiegel, da sich im Schloss außer mir und ein paar Dienstboten, die ab und zu mal ein bisschen zum Flirten einladen oder lockere Sprüche loslassen, wenn ihnen danach ist und sie ein bisschen mutiger gesinnt sind, ohnehin keiner für mein Aussehen interessiert, ich aber für mich selbst auch nicht ausschauen möchte, als wäre ich grade aufgestanden, bürste flüchtig ein paar Strähnen zurecht und verlasse dann mein Zimmer, um in Richtung Speisesaal zu gehen.

tbc: Gänge und Treppen
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Mo 9 März - 23:12

cf: Garten

Ich habe verdammt gut und lange geschlafen, da natürlich keiner sich getraut hat, mich zu wecken. Als ich das Frühstück dann sowieso verpasst und keine Lust darauf hatte, mich allein in den Speisesaal zu setzen, hab ich einen der im Gang umherlaufenden Diener abgefangen, damit er mir etwas in der Küche in Auftrag gibt und aufs Zimmer bringt. Mal sehen, was es heute gibt. Einen Zimmerservice in Anspruch zu nehmen, gefällt mir, wenn ich schon keinen persönlichen Diener habe, obwohl Charmaine mir womöglich sogar jemanden zugestehen würde, wenn ich sie darum bitten würde. Aber ich möchte mein eigener Herr sein und habe es nicht nötig, mir beim Ankleiden oder beim Baden sonstwie irgendwie helfen zu lassen. Es sei denn, ich trage ein Korsett, das geschnürt werden muss oder sowas. Das kommt allerdings nur zu besonderen Anlässen vor, von denen wir bisher hier ja leider noch keinen gehabt haben. Ich frage mich, was wäre, falls Frederik etwas zugestoßen wäre und wir nie erfahren würden, was und ob er jemals zurückkommt. Charmaine hat unbesorgt gewirkt, aber man kann auch nie wirklich wissen, was sie tatsächlich denkt. Sie kann ziemlich kaltherzig und gnadenlos sein, genauso wie ich, wenn ich will.
Nach einer Weile, nachdem ich mich aus meinem Schlafmantel geschält und ihn gegen ein Sommerkleid eingetauscht habe, warte ich noch immer auf mein Essen. Vielleicht hatte die Königin gestern doch recht und man kann sich auf das Personal teilweise echt absolut nicht verlassen. Falls noch jemand kommen sollte, kann er sich jedenfalls etwas anhören, denn ich werde Wemauchimmer sicher nicht den Gefallen tun, mein Zimmer zu verlassen und in der Küche einen Aufstand proben. Dazu bin ich nun echt nicht in der Stimmung. Um mich nicht zu langweilen, setze ich mich an den Schreibtisch, hole aus er Schublade ein paar Blätter und einen Stift hervor, mit dem ich etwas zu kritzeln beginne. Musik hören zu können wäre jetzt schön...


Zuletzt von Briony* am Di 10 März - 16:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 10 März - 14:07

cf: La Cuisine

Vor dem Zimmer atme ich noch einmal tief durch, denn ich kann mir schon denken das Briony nicht begeistert sein wird über die Verspätung, aber da muss ich nun wohl durch.
In der rechten Hand halte ich das große Tablett, auf dem sich unter einem warmhaltenden Deckel das Rührei befindet. Dazu ein Kännchen mit Kaffee und zur Besänftigung einen Orangensaft, der doch selten geworden ist, in einer Schale befindet sich ein Obstsalat aus Apfel, Banane und Weintrauben. Mehr gab die Küche leider nicht her.
Vorsichtig, aber doch deutlich genug hörbar klopfe ich an die Zimmertür.
Früstück, Madam. rufe ich durch die noch verschlossene Tür und warte geduldig bis man mich bittet einzutreten.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 10 März - 16:51

Das ehemals weiße Papier vor mir ist nun bis zur letzten Ecke mit in sich verschlungenen Ornamenten verziert, die nichts anderes wiederspiegeln als meine innere Stimmung. Ich will etwas erleben und kann es nicht. Und ich habe starken Hunger, was mein Magen mir mit einem Rumoren in den letzten Minuten mehr als einmal klar gemacht hat. Wer auch immer kommen sollte, kann etwas erleben. Und wie als hätte einer der Diener durch die Wand meine Gedanken gehört oder sie gespürt oder er hat schlicht ein schlechtes Gewissen, ertönt ein Klopfen an meiner Tür, das mich innehalten lässt. Die Ankündigung meines Frühstücks schafft auch dann gleich alle Zweifel daran beiseite, wer da auf der anderen Seite steht. Immerhin hätte es auch ein Zimmermädchen sein können.
Ruckartig erhebe ich mich von meinem Stuhl, der dadurch fast umkippt, was mir allerdings völlig egal ist blicke zur Tür. Selbst öffnen werde ich sie garantiert nicht.
"Du darfst hereinkommen", sage ich laut genug, damit der Diener es hören kann, verschränke wütend meine Arme und warte. Da ich die Stimme nicht erkannt habe, könnte es einer von den Neuen sein, die noch nicht so lange dabei sind, aber jemanden so lange warten zu lassen ist allgemein keine Art, die man sich angewöhnen sollte, nur weil die ganzen alten Regeln durch den Virus außer Kraft gesetzt worden sind und viele denken, sie könnten nun tun und lassen was sie wollten und jeden nach ihrem Belieben behandeln. Nicht mal ich in meiner Position agiere oft durch Willkür und das soll schon was heißen.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 10 März - 17:04

Es dauert einen kleinen Moment, bis die Stimme von drinnen ertönt. Wenn ich die Geräusche richtig wahrgenommen habe ist sie aufgestanden, öffnet mir aber nicht die Tür, aber das hatte ich auch nicht erwartet.
Als ich die Tür öffne sehe ich Briony dort schon mit verschränkten Armen stehen. Willkommen in der Bestrafungsrunde, aber das Kleid steht ihr gut. machen sich meine Gedanken selbstständig.

Ich verneige mich leicht ohne das dabei der Saft auch nur Gefahr gerät überzuschwappen.
Guten Morgen. Ich bitte vielmals um Verzeihung das Ihr warten musstet, manch einer dort unten in der Küche hat hier wohl die Rangordnungen nicht verstanden und mich leider erst sehr spät informiert das Ihr zu frühstücken wünscht. Meine Stimme klingt dabei ruhig und ehrlich, ich sehe ihr aber nur kurz in die Augen, da ich nicht weiß wie sie auf so etwas reagiert.
Ich hoffe zwar das ich sie ein wenig besänftigen kann, rechne aber dennoch mit dem Schlimmsten.
Wo soll ich das Tablett abstellen? frage ich noch, bevor mir klar wird das sie gar nicht wissen wird wer ich bin. Verzeihung.. ich bin Benji oder Ben - wie es Euch beliebt. Ich war sonst immer für die Belange Frederiks zuständig, in seiner Abwesenheit aber nun auch für alle anderen.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 10 März - 18:29

Ein blöder mir nun doch vom Sehen bekannter Mensch, den ich als den persönlichen Pagen des Königs erkenne. Und dass dieser so einen Mist baut, wo er doch die letzte Zeit in Anwesenheit des Königs überlebt hat und noch nicht ins Gefängnis gesteckt oder sonst wie degradiert wurde, beispielsweise zu einer Spielfigur bei einem der nächsten Turniere. Kunstvoll übt der Junge eine Verbeugung aus, trotz der das Tablett mit den Sachen in seinen Händen in gerader Lage bleibt, was in mir den Gedanken erweckt, dass er wohl auch gut eine Art Narr spielen und ein paar Kunststücke machen könnte - dabei sieht er nicht mal wie einer aus - und entschuldigt sich für die Verspätung. Was mich sehr verwundert ist, dass er sogar nicht mal Partei für seine Leute ergreift und versucht zu erklären, woran es denn lag, dass der Anordnung nicht unverzüglich nachgekommen ist. Die Bediensteten bestehen größtenteils aus drei Sorgen Menschen. Die einen tun einfach, was sie müssen und ergeben sich stillschweigend ihrem Schicksal. Dann gibt es welche, die sich nie trauen würden, vor uns Höherrangigen auch nur ein Wort des Widerstands zu äußern und im HIntergrund dafür umso mehr ihren Groll auslassen. Eine weitere Art sind die, die sich mit aller Macht bei einem von uns einschleimen wollen, um ihre Position zu verbessern und sich einen Vorteil zu verschaffen, sollte es mal kritisch werden. Die vierte Art - die, die stets rebellisch bleiben und die Aussichten auf einen Wandel eher gering sind - hat hier kaum eine Chance, denn da komme ich ins Spiel oder auch einer der anderen. Die menschlische Psyche und ihre Belastbarkeit haben mich schon immer fasziniert und es macht wahnsinnig Spaß, damit zu spielen. Viele sind hier am Ende rausgegangen, ohne dass sie überhaupt noch richtig wussten, wer sie waren oder was sie als nächstes tun sollten. Sie waren frei, aber sie hatten zu viel verloren, um noch mal zurechtzukommen. Man könnte es grausam nennen, aber das war die Welt ebenso und sie hatten immerhin eine Wahl gehabt. Genauso wie ich die Wahl hatte, mich entweder einer Gefahr auszusetzen, einem dieser Menschen, die wie tickende Bomben sein konnten oder eben, sie zu brechen, sodass sie nie wieder für irgendwen gefährlich werden konnten.
Auf die Frage hin, wo das Tablett hin soll, nicke ich, ohne meine Arme zu entschränken, auf den Schreibtisch.
"Benji, soso. Du bist mir bekannt. Immerhin gehörst du durch den werten König zu den Dienern, die direkten Kontakt mit uns genießen dürfen. Und offensichtlich ist dir das auch ein wenig zu Kopfe gestiegen", meine ich kritisch, während er meiner Anweisung folgt.
"Man sollte keine Verschwörung anbahnen, was hier keiner von euch überleben würde. Doch man sollte wissen, wie wichtig Zusammenhalt ist und dass man einander nicht in den Rücken fällt. Das ist eine Eigenschaft, die man sich unbedingt abgewöhnen sollte, darum pass auf, was du über die anderen sagst. Sonst könntest du es eines Tages bitter zu spüren bekommen", füge ich mit einem wissenden Grinsen hinzu. Keiner, der selbst seinen Freunden oder Bekannten, mit denen er sein tägliches Los tragen muss, verrät, ist es wert, vollständiges Vertrauen von einem von uns zu verdienen. Schon gar nicht das des Königs.
Ganz ungeschoren davonkommen lassen will ich Benji nun ohnehin nicht mehr. Allein wegen dieser Aussage, die besänftigend gemeint sein sollte, aber ihre Wirkung ziemlich verfehlt hat. Ich muss mir nur etwas ausdenken, das auch gut genug meine Autorität vermittelt, was vor lauter Langeweile gar nicht so einfach ist. Ihm irgendeine Aufgabe zu geben, wäre zu einfach. Darum passiert das nächste alles in wenigen Sekunden, ich greife gekonnt nach meinem Dolch, den ich stets in einem Holster an meinem Bein bei mir trage und meine Kleider nie so geschnitten sind, dass ich nicht mehr drankommen würde, überbrücke den Abstand zu Benji, drücke ihn an die Wand hinter ihm, die da er das Tablett auf den Tisch gestellt hat, nicht mehr so weit entfernt ist, halte ihm die Waffe an die Kehle und schaue ihm direkt in die Augen. Panik und Verdutzung spiegeln sich in ihnen wieder.
"So und nun hör mir gut zu. Ich will, dass alle Aufgaben richtig und sofort erledigt werden. Mir ist egal, wie ihr das hinbekommt, aber wenn du dich über die Organisation und den fehlenden Respekt dort bei euch auslassen kannst, wirst du es auch schaffen, die Struktur zu ändern. Ist das klar? Sonst wird dir das nämlich verdammt leidtun, denn du bist der, den ich dafür ab jetzt zur Rechenschaft ziehen werde", zische ich, schaue in unmissverständlich an und lasse dann von ihm ab, bringe den Dolch zurück an seinen Platz.
Ich gehe selbst zu Schreibtisch, lasse mich wieder auf den Stuhl sinken, blicke den Jungen aber immer noch an.
"Und jetzt sorg dafür, dass das Zimmer hier ordentlich ist und das dazugehörige Bad gleich mit."
Es wird ein willkommenes Schauspiel sein, ihm beim Arbeiten zuzusehen, während ich endlich meinen Magen füllen kann.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 10 März - 18:53

Ich sehe förmlich das ihr einiges durch den Kopf geht, warte aber geduldig ab bis sie auf den Schreibtisch deutet, auf dem ich auch direkt das Tablett abstelle.
Zu Kopf gestiegen? Verschwörung? Aha.. so ist sie also drauf.. Nur würde ich diese Gedanken nie ans Tageslicht lassen.
Glaubt mir, ich würde sicher keine Verschwörung anzetteln, denn ich bin ungern lebensmüde. Das Zusammenhalt durchaus wichtig ist, ist mir ebenso bewusst, aus diesem Grund würde ich Euch auch nicht mitteilen wer genau die Verspätung verschuldet hat. Zumal ich es nicht einmal genau weiß., antworte ich ruhig und lüge dabei nicht einmal. Schließlich ist es durchaus möglich das vor der Küchenhilfe bereits andere Trödler am Werk waren.
Mit dem Dolche, der so plötzlich an meiner Kehle landet habe ich allerdings nicht gerechnet und es fällt mir schwer ihrem Blick standzuhalten. Keinen Millimeter bewege ich mich, wage nicht einmal zu schlucken, möchte ich den Dolch keinesfalls noch besser zu spüren bekommen.
Erst als sie ihre Befehle geäußert hat und von mir ablässt atme ich ein wenig auf.
Selbstverständlich. Ich werde alles veranlassen das nötig ist, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt.
Endlich lässt sie sich auf dem Stuhl nieder, löst den Blick aber nicht von mir. Die Nervosität überspiele ich recht gekonnt, musste ich das anfangs beim König auch oft genug. Ich entferne die Abdeckung vom Teller, damit das noch leicht dampfende Rührei zum Vorschein kommt und sehe sie leicht fragend an.
Darf ich Euch noch Kaffee eingießen? Bevor ich damit beginne das Bad zu säubern?
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Mi 11 März - 21:06

Ich weiß nicht, was Benji von meinen Worten denkt, ob er sich ertappt fühlt oder in Gedanken versucht, eine Ausrede zusammenzustricken, vielleicht war meine Vermutung auch ein Schuss ins Blaue. Damit, dass ich etwas aufdecken würde, habe ich immerhin nicht gerechnet, obwohl so eine Verschwörung ein bisschen Spannung verprechen würde. Nur scheint Frederik mit seinem Lakaien ja durchaus zufrieden zu sein, weshalb er es - trotzdem es genug andere Diener gibt, durch die man ihn schneller ersetzen könnte, als ihm lieb wäre - bestimmt etwas bedauern würde, den hier zu verlieren. So kaltherzig der König oft wirkt, er weiß teilweise dennoch zu schätzen, wenn jemand gute Arbeit abliefert.
Was ihm bevorstehen könnte, sollte er mal aus der Reihe tanzen und seinen freien Willen zu sehr mit sich durchgehen lassen, ist Benji wie auch nicht anders zu vermuten war, sehr bewusst, denn er streitet souverän ab, auch nur jemals die Idee eines Komplotts in Gedanken zu denken zu wagen, begründet es allerdings damit, dass sein Leben ihm durchaus lieb ist. Dabei hätte er, als richtig treuer Diener, eher mehr auf die Bedeutung seiner Pflichten eingehen sollen und darauf, dass es eine große Ehre ist, dem König so persönlich zur Seite zu stehen, statt sich bloß im Feuerholz in der Küche, Putzdienste oder Sonstiges zu kümmern. Benji denkt, er sei schlau, doch ich bin es ebenso und mir entgeht nichts.
Er redet weiter, verteidigt sich und meint sogar, mir nicht verraten zu würden, wessen Schuld die Verzögerung gewesen ist, selbst wenn er es wüsste.
"Nun, es sollte nicht nur vom deinem Leben abhängen, dass du dir keine Fehler erlauben möchtest. Denn wie gesagt, nicht jedem wird zuteil, unsere Gemächer betreten und sich um uns kümmern zu dürfen. Zudem, du hättest, sollte ich das Bedürfnis haben, dich danach zu fragen, gar keine andere Möglichkeit, als mir den Schuldigen auszuliefern. Es sei denn natürlich, du würdest dich freiwillig als dieser bekennen, weil du es in einem anderen Falle wärst oder sogar so weit gehen würdest, dass du dich für einen der anderen opferst", stelle ich klar, während ich das Glas mit dem Orangensaft an die Lippen setze und einen Schluck trinke, nachdem ich gesprochen habe. Das ist noch einer der Vorteile, Person meines Ranges zu sein. Denn trotz der Rarität, die manche Güter wie Orangen auszeichnet, habe ich das Privileg, sie genießen zu können, sollten wir irgendwie an welche rankommen.
Benji versichert mir, sich um alles zu kümmern, ehe er meiner Aufgabe für ihn nachkommt, bietet er jedoch noch an, mir Kaffe einzuschenken. Gnädig nicke ich.
"Tu das. Ich weiß es zu schätzen und lass es mich nicht bereuen", entgegne ich mit einem provozierenden Zwinkern. Es ist fabelhaft, mit seinen Reizen spielen und die Reaktionen darauf beobachten zu können.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Mi 11 März - 21:32

Briony ist wortgewandt und alles andere als dumm, das wird mir sehr schnell klar. Da ich sie nicht vollkommen einschätzen kann, werde ich große Diskussionen lieber vermeiden - sowas geht oft nicht gut aus.
Also stimme ich ihr teilweise zu und widme mich lieber meinen Pflichten.
Es ist ein großes Privileg nicht einfach nur ein einfacher Laufbursche zu sein, da habt Ihr recht. Und ich bin auch froh, das ich unseren König von mir überzeugen konnte.
Genüsslich nimmt sie einen Schluck vom Orangensaft, er scheint ihr zu schmecken was mich freut und ich mit einem Lächeln quittiere.
Milch und Zucker dazu?, frage ich höflich während ich den Kaffee einschenke, zu ihrem letzten Satz nicke ich nur kurz und gehe in Gedanken schon meine Aufgaben durch, die mich noch erwarten werden.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Do 12 März - 22:36

Ich merke Benji an, dass er nicht viel mehr zu sagen hat. Gegen meine Argumente kann er auch kaum etwas erwidern als dass er seine Aufgabe ernst nimmt und sie gerne befolgt. Mit allem anderen würde er sich eine Grube graben, in die er sicher nicht geraten möchte.
Ich nicke schweigend, während der Diener mir meinen Kaffee versüßt, den ich noch nie schwarz habe trinken können. Zu viel Koffein ist dagegen sowieso nicht gut, also schadet es nicht, es ein wenig abzuschwächen. Als Benji fertig ist, erspare ich es mir, einen prüfenden Schluck zu nehmen, um herauszufinden, ob das Getränk so in Ordnung ist, denn ich wirklich langsam nichts anderes mehr, als zu essen und dass meine Räumlichkeiten ordentlich sind. Also wende ich mich den Weintrauben zu, die ich von der Rebe abklaube, während ich auf einen Papier nebenbei beginne, etwas zu komponieren und meine Zeichnung von vorhin beiseite schiebe. Benji hat sich abgewandt, schließlich brauche ich ihn zunächst nicht mehr. Ich könnte ihn nebenbei ausfragen über seine Vergangenheit, wie er zu uns gekommen ist und das alles, aber Interesse zu zeigen macht sich in einer hohen Position nie gut, es sei denn, man braucht es zu seinem Vorteil und aktuell habe ich nach der Diskussion, die zu seinem Nachteil verlaufen ist, keine Muse dazu, auf ein weiteres banales Gespräch und Erzählungen einer schönen glücklichen Familie. Meine eigene ist verschwunden, weshalb sollte ich mich dann mit Informationen einer anderen abgeben, die vielleicht auch nicht mehr existiert? Außerdem könnte es sentimental werden, da ich zwar denke, dass Benji seine Gefühle im Griff haben müsste, da er dem König wohl als einer der letzten Personen seine Sorgen mitteilen würde, denn seine Vergangenheit zählt heute nichts mehr. Dieser Tribe war das neue Zuhause eines jeden Dieners, seine Zukunft, die in den Händen anderer lag. Solang man keinem von uns begegnete, wenn jemand schlechte Laune hatte oder man sich einen schwerwiegenden Fehltritt erlaubte, der je nachdem alles sein könnte, sahen die kommenden Tage jedoch mehr als akzeptabel aus. Und wenn alle schön brav waren, durften sie sogar bei der Übernahme der Stadt dabei sein. Dass es Flüchtlinge geben könnte, war uns klar, nur würden sie nicht weit kommen und falls wir sie wiederfänden, ihren Weggang sehr stark bereuen.
Es vergehen ein paar Minuten, ich notiere fleißig Noten auf die sporadisch gezeichneten Linien vor mir und besänftige nebenbei meinen Magen, während ich den Geräuschen nach urteilen kann, was Benji alles macht, doch viel zu schnell ist alles leer und meine Stimmung schwingt um.
"Du hast eine neue Aufgabe", spreche ich nach der Weile des Schweigens in den Raum. "Du darfst dich darauf freuen, mir nachher im Innenhof bei einer kleinen Kampftrainingssession Gesellschaft zu leisten. Also sei pünktlich und da, sobald du das hier zurück an seinen Platz gebracht hast", rede ich weiter und deute auf das nun leere Tablett. Ich brauchen etwas, wo ich mich besser abreagieren und meine Ödnis effektiver loswerden kann als mit Kritzeleien oder einem Rundgang. Kompinieren macht mir zwar Spaß, aber es geht zu leicht von der Hand als dass es mich lange genug beschäftigen könnte.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Fr 13 März - 13:29

Nachdem ich den Kaffee mit einer üblichen Portion Milch und Zucker verfeinert habe, ziehe ich mich zurück und beginne mit meiner Arbeit im Badezimmer.
Die Handtücher werden ausgetauscht, es wird einmal schnell, aber dennoch ordentlich durchgeputzt, dreckige Wäsche - auch aus dem eigentlichen Wohnraum sammle ich zusammen und packe sie zusammen in einen Beutel.
Nachdem ich auch da Bett gemacht und einige Unordnung beseitigt habe, werde ich erneut angesprochen. Sofort lausche ich aufmerksam und nicke Briony zu. Kampftraining im Innenhof, sehr gerne. Wann soll ich dort sein?, frage ich und nehme das Tablett an mich, den Wäschebeutel habe ich mir über die Schulter geworfen.
Insgeheim macht es mich nervös, denn Kampftraining hatte ich bisher kaum und ich bin nicht sicher welche Rolle ich bei dieser Session einnehmen soll. Aber Aufgabe ist Aufgabe, also werde ich auch diese hinnehmen und vielleicht bereitet es sogar mir letztlich etwas Vergnügen - man kann ja nie wissen.
Flüchtig wandert mein Blick über die Noten, ich kann sie lesen, aber ohne Instrument werde ich die Melodie nicht herausfinden, zu lang ist mein letzter Musikunterricht her.
Wünscht Ihr das ich mich dafür besonders kleide? In Form von Schutzkleidung oder Ähnlichem? Und kann ich Euch ansonsten noch bei den Vorbereitungen dafür behilflich sein, sofern etwas vorbereitet werden muss?, frage ich freundlich und überlege derweil welche Kampfsportarten ich überhaupt kenne.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Fr 13 März - 19:51

Die Augenblickliche Bereitschaft so ganz ohne sichtliche Überraschung lässt es fast schon wieder langweilig wirken, Benji zu meiner Spielfigur werden zu lassen, aber wer weiß, was der Tag noch alles zu bieten hat. Der kleine Übergriff vorhin sollte zumindest für ihn schon mal einen kleinen Vorgeschmack geliefert haben, sodass er sich nicht zu sicher sein sollte, die Sache unter Kontrolle zu haben und gut bewältigen zu können. Was er von Frederik auf diesem Gebiet bereits gelernt hat, weiß ich nicht, daher könnte es spannend werden und ich liebe Herausforderungen. Denn wenn ich sie bewältigte, konnte ich anderen, vor allem aber mir selbst meine Stärke beweisen, mich steigern bis zur Spitze und zudem eine Menge Spaß haben. In einem Kampf steckte so viel mehr als bloßes gegeneinander Antreten. Deine Fehler verrieten, wo du unvorsichtig warst, wo leicht zu manipulieren und zu überwältigen. In seinen Worten hatte es bereits einen Fauxpas gegeben, doch würde es auf körperlicher und taktischer Ebene genauso aussehen?
Mir entgeht nicht, wie Benji auf meine Notizen blickt, als er wieder nahe genug am Schreibtisch ist. Falls er ein Instrument spielen kann, sollte ich das auch eines Tages mal in Anspruch nehmen, damit ich neben dem Lesen oder einfach so doch die gewünschte musikalische Hintergrundbegleitung hätte und das Schloss nicht oft so furchtbar leise wirkte abseits der Geräusche, die die Natur verursachte. Zunächst lasse ich seine Neugierde jedoch unkommentiert. Falls er wirklich ein Instrument beherrscht, müsste es erst mal aufzufinden sein. Darum, dass es dann wieder funktionstüchtig wäre, würde sich einer der Diener schon kümmern können, falls nicht sogar er selbst.
"Komm in den Sachen, die du für richtig hälst. Es soll immerhin eine wirkliche Übung sein, kein Schauspiel. Hauptsache, du bist nicht allzu leicht zu schlagen und machst dir wenigstens ein paar Gedanken. Denn nur weil ich eine Frau bin, heißt das nicht, dass du mich gewinnen lassen solltest, um den ehrenvollen Ritter zu spielen", erwidere ich auf seine Frage hin. Vorbereitungen zu treffen sind nicht nötig. Die würden die Lage nur unsinnig verfälschen und das Gefühl kaputt machen. Am besten ist es, auf das einzugehen, was da ist und somit die meisten Überraschungen erleben zu können.
"Und jetzt geh! Bis zum Abend will ich schließlich nicht warten wollen!"
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Sa 14 März - 16:53

Briony scheint auf Grund meiner Antwort zu glauben, das ich Kampferfahrung habe - leider täuscht sie sich dabei gewaltig. Von Frederik wurde ich oft einfach zum Halten der Polster abgestempelt, die er dann verdroschen hat, gelernt habe ich so kaum etwas. Allerdings bin ich ja auch nur ein Diener und keine Leibwache, vermutlich hielt er es für besser mich nicht zu trainieren für den Fall das ich mir meine Loyalität nochmal überlege und plötzlich meine eigenen Leute angreife.
Ich würde es nicht wagen, zumindest nicht solange ich weiß das sie meiner Familie nichts angetan haben. Würde ich meine Geschwister im Kerker oder ähnliches finden, könnte es durchaus sein das ich Amok laufe - auch wenn das nicht klug wäre.
Verzeiht, aber vermutlich bin ich für eine geübte Kämpferin leicht zu schlagen, denn ich wurde nicht ausgebildet, falls Ihr so etwas vermutet. Polster und Sandsäcke halten ist das Einzige was ich regelmäßig beim Training des Königs zu tun hatte, tatsächlich Kämpfen war die große Ausnahme. Dennoch würde ich mich der Aufgabe stellen, so Ihr dies auch unter diesen Voraussetzungen wünscht.
Ich gehe nicht davon aus, das sie mich verschonen oder auch beim Training weniger hart rannehmen wird. Vor allem nicht, weil unser erster Kontakt nicht der Beste war.
Als sie mich dann fortschickt verneige ich mich noch kurz und verlasse das Zimmer. Ich sollte mich wohl wirklich beeilen schnell im Innenhof zu erscheinen.

tbc: La Cuisine
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Mo 16 März - 13:04

Was nun kommt, bringt mich fast dazu, dem Kerl erneut zu zeigen, wie dämlich das alles ist. Er spricht wie ein Kleinkind, meine Brüder hätten sich nie gewagt, auch nur ansatzweise bevor sie etwas angegangen sind, daran zu denken, dass sie scheitern könnten oder es mit Sicherheit sogar mehr tun würden als erfolgreich zu sein. Aber sie sind stattdessen immerzu auf ihre Hindernisse zugegangen. Ob das der Grund dafür war, dass sie eines Tages ein zu großes Risiko zugelassen haben, das für ihr Verschwinden verantwortlich ist, weiß ich nicht. Ohne sich zu wehren hätten sie sich allerdings nie geschlagen gegeben.
Doch offensichtlich hatte ich den König falsch im Bilde, zumindest was seinen Lakaien betrifft. Nur Polster halten, damit er sich abreagieren konnte? Das soll wohl ein schlechter Witz sein. Es mag helfen, um Aggressionen abzubauen und seine Ausdauer ein bisschen auf Hochtouren zu bringen, doch langfristig bereitet das Üben mit einem unbeweglichen Gegenstand, von dem man alles was er tut - oder wie er sich bewegt, ein Ding ist immerhin kein denkendes lebendes Wesen - keine gute Grundlage für das, was in einem reellen Konflikt geschehen kann. Aber was hatte der junge Mann da bloß erwartet, als er zusagte? Dass er Kissen für mich halten durfte, auf die ich einprügeln würde wie ein aufmüpfiges kleines Mädchen, das beim Einkaufen keinen Lolli bekommen hatte?! Nicht im Ernst. Um meine nächste Antwort auch wirklich deutlich zu vermitteln, stehe ich dem Diener in der Sekunde danach fast so nah gegenüber wie vorhin, als ich ihn bedroht hatte, weil er mir kurzzeitig auf den Keks gegangen war und ich einfach Lust dazu gehabt hatte. Das Braun seiner Augen leuchtet dabei im momentanen Lichtanfall der Sonne.
"Du traust dir das also nicht zu? Ich verrat dir ein kleines Geheimnis. Wenn du Pech hast, wirst du nicht dein ganzes Leben damit verbringen können, friedlich Hausarbeiten zu erledigen und an deine Grenzen gehen müssen. Was würdest du tun, wenn es um dein Leben ginge? Dich vor Angreifern wie ein Kind unterm Tisch verstecken und hoffen, alles wird gut werden? So läuft das Leben nicht. Also tu das, was du auch in der Extremlage tun würdest, wenn du dich für einen Kerl hälst und deine Würde behalten willst! Und keine Sorge, so schnell wird das Ganze nicht vorbei sein. Denn würde ich es bloß darauf anlegen, eine Niederlage zu sehen oder dir was anzutun, hätte ich es längst getan, was du zuvor gut genug bemerkt haben müsstest", murmele ich unmissverständlich und wende den Blick dabei keine Sekunde von seinem ab. Erst dann wieder, als ich mich zu meinem Schrank begebe, um mich umzuziehen, da ich in diesem Kleid kaum einen großen Bewegungsspielraum habe, wie ich das möchte, wohingegen Benji nichts mehr erwidert, sich verbeugt und den Raum verlässt. Das kann ja was werden!
Ich wähle eine leichte Hose und ein etwas kürzeres Überkleid, das mir nur bis knapp über die Knie geht. Mein Dolch bleibt wo er ist, aber zusätzlich schnalle ich mir noch meinen Gürtel um die Hüfte, in dem ich mein Schwert befestige. Darauf bin ich besondes stolz, denn es ist etwas, das mein Vater mir mal zum Geburtstag geschenkt hat. Durch seine berufliche Position hatte er gute Kontakte und konnte mir darum so etwas Echtes beschaffen, auch wenn es zu Hause natürlich nur als Dekoration gedacht gewesen war. Ich krame noch ein paar andere Sachen zusammen, dann verlasse ich mein Reich.

tbc: Gänge des Schlosses
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 24 März - 13:50

cf: Place of Roses

Die Nacht ist nun vollends auch wieder über das Schloss herein gebrochen. Einige der Gänge, die wir nicht so oft benutzen, liegen ohne den Schein von Kerzenlicht verlassen und dunkel da, bis auf das Mondlicht, das durch die Fenster fällt, wenn es denn welche gibt. In meinem Zimmer ist es ebenfalls dunkel, als ich dort ankomme. Ich höre mich um, um herauszufinden, ob ich auch wirklich alleine hier bin und keiner der Diener sich einen Streich erlaubt oder sowas, dann laufe ich zum Stuhl vor meinem Schreibtisch, um darauf meine Waffen abzulegen. Bevor ich schlafen gehe, werde ich sie wie immer sicher in meinem Schrank verschließen, damit sie mir nicht eines Tages selbst zum Verhängnis werden können, denn für die Türen zu den Zimmern hier lagen die Schlüssel leider nicht irgendwo frei zugänglich herum, sodass unsere Räume stets für alle offen stehen, die sich trauen, in die Nähe davon zu kommen. Nur beim Schrankschlüssel hatte ich Glück.
Nun vor den offenen Türen stehend, hole ich eines meiner langen Oberteile heraus, das einmal einem meiner Brüder gehört hat. Es ist eines der einzigen Sachen, die ich noch von ihnen habe und weil ich nicht riskieren möchte, dass es irgendwann verschwinden oder beschädigt werden kann, ist es auch eines der Teile, die ich nie einem Diener zur Wäsche anvertrauen würde. Denn selbst wenn ich es herausfände und denjenigen Menschen mit großer Sicherheit einen Kopf kürzer machen würde, könnte mir das niemals den Verlust ersetzen. Ich streife mein Kleid über meinen Kopf, zucke plötzlich abrupt zusammen. Ich mag eine geübte Kämpferin sein, doch offensichtlich habe ich nicht gut genug aufgepasst und mir eine Verspannung zugezogen. Mit zusammengebissenen Zähnen ignoriere ich den erneuten Stich in der Schulter, als ich das Kleid komplett ausziehe, bringe es zu dem Stuhl, auf dem meine Waffen liegen und lege es über die Lehne. Auf dem Rückweg nehme ich schließlich das Schwert und den Dolch mit, tausche es am Schrank gegen eine kurze Shorts und schließe ab.
Im Bad ist das große Waschbecken wie immer verschlossen und mit kühlem sauberen Wasser gefüllt worden. Ich lege die Sachen daneben ab, spritze mir das Wasser ins verschwitzte Gesicht und versuche auch so so effektiv wie möglich den Staub des Bodens und den Schweiß von mir zu kriegen. Wir mögen allgemein in miserablen Zeiten leben, wenn ich wollte, könnte ich jedoch jetzt noch ein Bad bekommen und mir damit vorhalten, dass ich zu denen gehöre, die dennoch nicht am Boden der Gesellschaft leben. Im Gegenteil. Doch ich bin müde, der Kampf hat meinen Körper mehr erschöpft als es mir lieb ist, darum ziehe ich mir noch schnell die anderen Sachen über und gehe zurück ins Zimmer und zu meinem Bett.
Benji hat also eine Familie, die er sucht...Ob die Königin wohl davon weiß oder gar Frederik? Beide wissen, wie problematisch so etwas werden kann, sollten die anderen herausfinden, wo sich ihr Bruder befindet oder anders herum. Andererseits birgt es mehr Spannungspotential und wer weiß, womöglich auch die Basis für weitere spannende Kämpfe, die nicht nur mit einer Harke bestritten werden.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Mo 6 Apr - 23:11

Daniel - 21 - Black Lawliet



cf: Speisesaal

Der Tag bricht gerade herein und abwechselnd scheint Sonnenlicht in die Gänge, dann wird es wieder von Wolken verdeckt. Dass die Königin mitten in der Nacht noch mal etwas gegessen hat und ich nun mit meinem Botengang auch gleichzeitig die Prinzessin wecken gehe, hat in dem Sinne etwas Gutes, dass es nicht wiederholt passieren kann, dass sie etwas später aufwacht und ihr Frühstück auf sich warten lässt. Als ich vor der Tür stehe, hinter der sich Brionys Zimmer befindet, fällt mir auf, dass ich es bisher noch nie betreten habe. Abends habe ich sie nach unseren Astronomiestunden höchstens bis hier her gebracht, doch eingeladen hat sie mich nie. Bloß von Beschreibungen Benjis und anderer Diener weiß ich, dass es prunkvoll und schlicht zugleich ist. Mich würde es aber auch nicht wundern, etwas wie eine Dartscheibe oder sowas an einer Wand hängend zu finden, an der die Prinzessin ihre Wut abbaut, wenn es gerade niemanden zum Kämpfen gibt, obwohl sie auch kein Problem damit hat, jemanden nachts für ein Duell aus dem Bett zu werfen. Erst wenigen ist es passiert, aber vorgekommen ist es dadurch trotzdem schon.
Mit laut schlagendem Herzen klopfe ich deutlich an die massive verzierte Tür, nachdem ich tief durchgeatmet habe und warte ab.
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Di 7 Apr - 11:31

Säuselnder Wind geht durch die Baumkronen des dunklen Waldes, lässt sie schwanken, so wirken, als ob sie jeden Moment umkippen würden. Im Laub zu meinen Füßen rascheln kleine Tiere, der Wind lässt es durch die Gegend wirbeln, wie Konfetti. Irgendwo schreit ein Käuzchen. Nur der Mond sorgt dafür, dass man vage Silhouetten der Umgebung erahnen und dafür sorgen kann, nicht alle zwei Meter gegen ein Hindernis in Form eines Baumes oder Ähnlichem zu laufen. Trotzdem halte ich eine Hand ausgestreckt, in der anderen spüre ich das kühle Metall meines Schwertes. Ich bin nicht allein hier mit all den Tieren, das weiß ich. Es ist ein Spiel, das sich in unregelmäßigen Abständen wiederholt. Alle, die mitmachen wollen und müssen, werden dazu in ein Waldstück geschickt, das bei Nacht so unübersichtlich wie möglich ist. Damit keiner feige entkommen kann, sperren diejenigen, die für die Organisation des Ganzen zuständig sind, das Gebiet früh genug ab. Wer es dann zum Spiel betritt, kommt erst wieder heraus, wenn er sich aus einem vernünftigen Grund freiwillig ergibt oder geschlagen worden ist. Dass jemand umkommt, ist dabei erst zweimal vorgekommen, was nicht heißt, dass die Spiele nicht hart wären. Sie sollen alle Sinne herausfordern, alle Tugenden wie Mut, Hilfsbereitschaft, das Verhalten in Extremsituationen, in denen Bedienstete und Adlige einander gleichgestellt sind. Und das für eine ganze Nacht lang.
Ein Ast knackt unter meinen Füßen und ich bin dazu versucht zu fluchen, weil sowas ziemlich leichtsinnig ist, wenn man unentdeckt bleiben will. Würde ich schimpfen, hielte das garantiert aber auch keinen von mir fern, sondern lockte, wer auch immer in der Nähe war, viel eher an. Darum halte ich mich zurück, bewege mich weiterhin überlegt und will so schnell wie es gehen mag, hier wegkommen. Ein Schauer läuft über meinen Rücken, als ich spüre, dass jemand in der Nähe ist. Adrenalin vermischt sich mit Angst, denn bin ich sonst eher unerschrocken, sind die Spiele das, was alles verändern kann. Als jemand, der einen adligen Status innehat, würde man nie darüber hinwegkommen, sollte man von einem Tribemitglied niedrigeren Ranges besiegt werden und dadurch seinen Respekt verlieren. Im Gegensatz dazu können sich die Bediensteten so hocharbeiten, um Mitglied im Kampftrupp oder in einer anderen Gruppe zu werden, wo sie mehr zu sagen haben, weniger Spielzeug und näher an einem normalen Leben dran sind. Ich selbst vertraue auf mein Können, aber ich weiß auch, wie schnell einen das Leben durch Zufälle und Glück beherrschen und überraschen kann. Neben mir ragt ein großer Baum empor und als ich fühle, wie wer auch immer mir stets näher kommt, gibt es plötzlich einen immensen Schlag gegen den Stamm und ich schrecke hoch...

Schwer atmend sitze ich auf meinem Bett. Verdammt! Auf meiner Stirn spüre ich Schweißperlen, genauso wie weitere Schauer auf meinem Rücken. Durch die großen Fenster meines Zimmers fällt kein Mondlicht mehr, sondern schwache Sonnenstrahlen. Es ist morgen. Ich bin hier, alles ist gut. Es kommt nicht oft vor, dass mich Albträume plagen, aber jedes Mal, wenn es eintritt, macht es mir zu schaffen. Ich hatte bei den Kämpfen oft aber nicht mal unbedingt Angst um mich selbst, aber um meine Brüder, weil ich nicht wollte, dass ihnen etwas geschah oder ich sie gar verlor. Im Dunkel des Waldes sehen alle gleich wenig, wer sich traut, ein Streichholz anzuzünden, wird es im Moment danach bitter bereuen. Alles kann geschehen und niemand wird es verhindern. Dazu ist die Chance zu groß, besser zu werden, die Gelegenheit zu verlockend, um sich zu rächen für alles, was einem widerfahren ist, ob es in unserem Tribe oder davor geschehen ist.
Ein Klopfen holt mich aus meinen Gedanken. Es kommt von der Tür. Ob sich jemand wegen gestern revangieren und so einem erneuten Kampf entgehen will? Mit dem Bezug meiner Bettdecke wische ich mir die Schweißperlen von der Stirn, schaue in den Taschenspiegel, der auf meinem Nachtschränkchen liegt und ordne meine Haare halbwegs so, dass sie nicht so aussehen, wie sie sich anfühlen. Als sich mein Atem etwas beruhigt hat, rufe ich "Herein!" und schaue, wer da durch die Tür treten wird. Sie öffnet sich langsam und kein anderer hätte mich noch mehr überraschen können. Im Rahmen steht Daniel. Der Abstand zu ihm hat mir gut getan, doch nun, wo er direkt an der Schwelle meines Zimmers steht, durchschwappt mich eine Welle der Sehnsucht, die ich gerne ersticken würde, auch wenn sie sich gut anfühlt.
"Guten Morgen, Briony", sagt der Diener lächelnd, völlig unförmlich, was neben den Adligen nur ihm gestattet ist. Es würde sich seltsam anfühlen, nach den ganzen Abenden bei den Astronomiestunden und Gesprächen noch gesiezt zu werden. Ich bin dazu versucht, sein Lächeln zu erwiedern, tue es aber nur flüchtig und will dann so schnell wie möglich zu seinem Anliegen kommen. Nicht umsonst habe ich ihn in letzter Zeit nicht aufgesucht. Noch ist nichts geschehen bis auf eine Umarmung, aus der mehr hätte werden können und es ist besser, wenn das so bleibt. Ich liebe verbotene und riskante Dinge, doch das Schloss ist kein Ort, in dem man etwas lange geheim halten kann, egal wie viel Mühe man sich gibt. Dafür arbeiten hier zu viele Lakaien, die schnell einen Vorteil daraus schlagen würden, sollten sie auch nur ansatzweise etwas ahnen oder mitbekommen.
"Guten Morgen, Daniel. Was führt dich zu mir?"
Da in seinen Händen kein Tablett liegt, wird es sich nicht um Frühstück im Zimmer handeln. Ich sehe, wie er kurz nachdenkt, da es mit Sicherheit mehr zu sagen gibt als das, für was er gekommen ist, ich schaue bloß erwartungsvoll. Als hinter ihm Schritte zu vernehmen sind, die von einem Zimmermädchen kommen, von dem ich bloß einen Bruchteil lang den Stapel Wäsche auf ihren Händen sehe, als sie hinter Daniel vorbeigeht - ihre Ohren sind dabei garantiert jedoch gespitzt wie die eines Luchses - trifft er eine Entscheidung, die einen Ausdruck von Bedauern auf sein Gesicht malt.
"Die verehrte Königin möchte Euch wegen eines Anliegens sprechen. Sie hatte in der Nacht einen Einfall, zu dem sie Eure Meinung einholen will. Sie erwartet Euch dafür im Speisesaal", betet er so herunter, wie man es von Boten gewohnt ist und es klingt nicht nach ihm. Soso, Charmaine hatte also einen Geistesblitz. Worum es sich dabei wohl handeln mag? Ich nicke, bedanke mich bei Daniel und entlasse ihn, woraufhin er nach einer Verbeugung die Tür hinter sich schließt und der Moment ist vergangen. Er hatte noch mehr zu sagen, das weiß ich. Aber die Gelegenheit ist vorerst vorbei.
Ich erhebe mich träge aus meinem Bett, gehe ins Bad, um mich frisch zu machen, ziehe ein neues Kleid über und laufe anschließend zum Speisesaal, um zu frühstücken und mir anzuhören, was Charmaine von mir will.

tbc: Speisesaal
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Fr 10 Apr - 17:34

Daniel - 21 - Black Lawliet



Es waren mehrere Minuten seit meinem Klopfen vergangen, bis Briony mir geantwortet hat. Es war nicht direkt zu erkennen, welche Laune sie gerade hatte, doch schließlich bittet sie mich darum, einzutreten, weshalb ich zögernd eine Hand auf die Türklinke lege, sie hinunterdrücke und sogleich in einen sehr großen Raum schaue, durch dessen Fenster man von meinem Standpunkt aus Klippen sehen kann. Etwas näher an den Wänden sieht man vielleicht sogar das Meer. Zu meiner Linken an der Wand, die etwa sieben Meter von der Tür entfernt liegt - die wie ich nun bemerke, nicht am Rand eines Zimmers liegt, sondern ebenfalls in der Mitte einer Wand - steht in dessen Zentrum ein gigantisches Himmelbett. Die Schleier sind an den jeweiligen Pfosten festgebunden, sodass der Blick auf die Prinzessin frei ist. Ihre Haar sind leicht zerzaust, soweit ich das erkennen kann, trägt sie ein Shirt, was recht ungewohnt für sie ist. So einfach gekleidet habe ich Briony noch nie zu Gesicht bekommen. In ihren Augen liegen Überraschung und Argwohn. War ich auf dem Weg hierher noch sicher, meinem Plan zu folgen und mit ihr über uns zu reden, weiß ich nun nicht, wie ich es richtig angehen soll, darum dringt aus meinem Mund erst mal bloß eine Begrüßung, der unsere Vertrautheit dadurch anzumerken, ist, dass ich sie mit ihrem Vornamen anspreche, statt mit ihrem Titel. Sie tadelt mich nicht, scheint aber auch nicht ganz bei der Sache zu sein, strahlt aus, mich nicht wirklich sehen zu wollen, so wie in den letzten Tagen auch. Deshalb halte ich mich weiterhin kurz, gebe die Information der Königin weiter, die klingt als wäre ich ein Roboter, weil sie zu mechanisch wirkt, zu pflichtvoll, zu...verdammt. Und es sorgt dafür, dass Briony mich gleich wieder gehen lässt. Ich habe meinen Auftrag erledigt, also habe ich nichts weiter hier zu suchen. Dass Terry mit einem Stapel Wäsche hinter mir durch den Gang läuft, blockiert mich zu dem Wirrwarr in mir noch mehr, sodass ich erst recht nichts Weiteres mehr sagen kann, mich verbeuge und die Tür hinter mir schließe. Terry bleibt nach ein paar Metern kurz stehen und schaut mich grübelnd an.
"Alles klar bei dir?", will sie etwas besorgt wissen. Ich nicke. Natürlich ist alles klar. Außer dass ich eine Gelegenheit durch die Lappen hab gehen lassen, weil ich so bescheuert feige bin und mich sowieso in was verrannt habe, das ich irgendwie bereuen werde. Briony vor die Füße zu fallen, sollte sie die Tür gleich öffnen, um zu Charmaine zu gehen, würde alles wohl noch schlimmer machen und ein Tritt in meinen Stolz bedeuten, darum eile ich kurz nachdem Terry weitergegangen ist in die andere Richtung, um weitere Arbeiten zu erledigen und mich damit hoffentlich irgendwie ablenken zu können.

tbc: Swan Sea Castle
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   Do 30 Apr - 13:03

cf: Château de Versailles

Auch hier verschaffe ich mir schnell einen Überblick was zu tun ist. Da ich erst gestern hier war gibt es nicht das
meiste zu tun, die saubere Wäsche steht noch in einem Korb in einer Ecke, also räume ich sie in den Schrank.
Weiß der Geier warum das nicht sofort erledigt worden ist. Es ist schon spät, also beeile ich mich, arbeite aber
dennoch sorgsam, um nichts zu übersehen.
Nach einer Weile betrachte ich mein Werk und nicke zufrieden und verlasse das Zimmer. Zeit zum Schlafen.

tbc: Zimmer von Benji
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BeitragThema: Re: Heart Chamber of Sacre Coeur   So 3 Mai - 20:39

cf: Speisesaal

Ich kann gar nicht schnell genug in mein Zimmer kommen, nur um meine Klamotten zu wechseln, das Kleid gegen eine Hose einzutauschen, mit der ich halbwegs gut reiten kann und ein Oberteil drüber zu werfen, das warm genug ist, damit ich nicht frieren muss und zudem dunkel, sodass ich nicht durch irgendwelche außergewöhnlichen Farben im Mondlicht auffalle, die nicht in einen Wald gehören. Mit meinem Pferd wird es sowieso nicht besonders leise sein, aber man kann trotzdem auf Kleinigkeiten achten. Die Vorfreude darauf, endlich aus den Mauern des Schlosses herauszukommen und für wenige Stunden frei zu sein, vergrößert sich mit jeder Minute. dann bemerke ich, dass etwas anders ist. Jemand hat die Wäsche in den Schrank geräumt, also muss schon wieder ein Diener hier gewesen sein, dabei war heute eigentlich gar nichts Wichtiges zu tun. Ich mag penibel sein, aber meine Zeit ist mir zu Schade, um auf jedes Staubkorn zu achten, das sich auf eins meiner Möbelstücke verirrt. So viel Langeweile hab ich dann doch nicht. Ich frage mich, wer es war, der mein Zimmer neu gemacht hat und ob er tatsächlich nur deswegen hier war, oder aber, um etwas zu spionieren. Sollte Zweiteres zutreffen, kann sich der Verantwortliche sehr warm anziehen. Doch als ich meine Waffen und alles andere prüfe, ist alles noch an seinem Platz. Glück gehabt, allerdings bloß vorerst. Ich hole meinen Köcher mit den Pfeilen aus dem abgeschlossenen Schrank, sowie mein Schwert sowie den Dolch, mit dem ich das Erlegte zerkleinern werde, um es besser transportieren zu können. Seile und andere wichtige Utensilien werde ich im Stall finden. Sehnsüchtig werfe ich einen Blick aus dem Fenster, als ich mich soweit ausgestattet habe, um gleich losgehen zu können. Am Himmel hängt ein gleißender Vollmond, sein Licht reflektiert sich in den sanften Wellen des Meeres und zu gern würde ich auch an den Strand können, nur auf einen kleinen Abstecher. Aber für heute muss der Wald ausreichen. Ich wende meinen Blick ab und verlasse das Zimmer, um gen Stall zu gehen.

tbc: Ställe
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Heart Chamber of Sacre Coeur
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